Digitales Couponing auf dem Vormarsch

Der Handel mit schnelllebigen Konsumgütern blühte im vergangenen Jahr trotz oder gerade wegen der Pandemie. Um Kunden zu den eigenen Angeboten zu führen, setzten der Handel (+35 Prozent) und auch die Markenhersteller (+5 Prozent) 2020 verstärkt auf Couponing-Aktionen, wobei vor allem die digitale Variante deutlich beliebter wurde. Die Konsumenten selbst lösten allerdings sechs Prozent weniger Coupons ein als noch im Vorjahr.

Insgesamt konnten deutsche Verbraucher dank entsprechender Rabattaktionen 13 Prozent mehr sparen als 2019. Die Gesamtsumme des Rabattwerts betrug 170 Millionen Euro. Digitale Coupons hatten laut der Erhebung „acardo Report 2020: Der Coupon-Markt in Deutschland“ einen Anteil von 15 Prozent und liegen damit derzeit auf Platz 3 der verschiedenen Couponing-Segmente. Sie besitzen aber durchaus das Potential, künftig die klassischen Medien (18 Prozent) beim Aktionsvolumen zu überholen, da sie hier um 85 Prozent zulegten.

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Die klassischen Medien wurden zwar „nur“ 12 Prozent häufiger genutzt, bleiben mit einem Anteil an den Coupon-Einlösungen von 30 Prozent aber weiterhin die deutliche Nummer 2. Mobile und digitale Coupons hatten an den Einlösungen gerade einmal einen Anteil von zehn Prozent – was aber einer Steigerung um 130 Prozent entspricht.

Instore-Medien weiter Coupon-Quelle Nr. 1

Da die Grundversorger von den Einschränkungen im Handel weniger betroffen waren, ging der Anteil der In-Store-Medien an den Rabattaktionen nur leicht um sechs auf nunmehr 62 Prozent zurück. Die Kunden lösten 44 Prozent der Coupons auf diesem Weg ein, was einem Minus von 12 Prozent entsprach.

Der durchschnittliche Coupon-Wert stieg bei Handelsaktionen um 20 Prozent auf 1,55 Euro. Bei Aktionen der Marken gab es einen Zuwachs um elf Prozent auf 1,96 Euro. Vermutlich aufgrund der ohnehin erhöhten Nachfrage gab es Rückgänge bei den Rabattgutscheinen für Functional Food(-48 Prozent), Tiefkühlkost (-28
Prozent), Fertiggerichten (-22 Prozent), Nahrungsmitteln (-21 Prozent), Tiernahrung (-16 Prozent), Getränken (-15 Prozent) und Haushaltswaren (-13 Prozent). Deutlich stärker wurden dagegen Süßwaren (+89 Prozent), Wasch- und Reinigungsmittel (+30 Prozent), Körperpflegeartikel (+23 Prozent) sowie Molkereiprodukte (+18 Prozent) beworben.

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