Augmented Reality auf dem Vormarsch

Mit Augmented Reality (AR), also einer um rein digitale Informationen bzw. Abbildungen angereicherten Darstellung der realen Umgebung, lassen sich bei entsprechend ausgereifter Technologie viele interessante Anwendungen kreieren. Deshalb verwundert es kaum, dass sowohl Facebook als auch Apple immer stärker in diesen Bereich investieren und selbst IKEA seine entsprechenden Kompetenzen ausbaut.

Bild: Plessey

Der Betreiber der schwedischen Möbelhauskette, die Ingka Group, hat das kalifornische KI-Start-up Geomagical Labs übernommen. Dessen 3D- und KI-Technologie soll Kunden dabei helfen, die gewünschten Möbel schon einmal vorab in den eigenen Räumlichkeiten zu sehen. IKEA verfügt zwar bereits seit geraumer Zeit eine Augmented Reality-App, die genau das bietet – allerdings ist diese an die realen Gegebenheiten gebunden. Die Lösung von Geomagical Labs erlaubt es dagegen, den jeweiligen Raum als 3D-Foto einzuscannen, aus dem sich dann die darin befindlichen Möbel virtuell entfernen lassen, um in der Anwendung für IKEA-Alternativen Platz zu schaffen. Die Funktion soll sowohl auf der IKEA-Webseite als auch in den Apps des Unternehmens verfügbar sein. Eine Lizenzierung der Technologie an andere Händler ist bislang nicht geplant.

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Präzision bei Entfernungsmessung

Apple setzt derweil auf verbesserte Technologie, um Augmented Reality präziser darstellen zu können. In dem seit Mitte März erhältlichen Tablet iPad Pro 2020 ist ein LiDAR-Scanner („Light Detection and Ranging“) verbaut, der den Abstand zu Objekten in bis zu fünf Metern Entfernung recht genau erfassen kann und so beispielsweise die Maßband-App von Apple deutlich brauchbarer macht. Es wird vermutet, dass zumindest auch die Pro-Version des nächsten iPhones ebenfalls über einen LiDAR-Scanner verfügt.

Exklusiv-Displays für Facebook

Derweil soll Apple auch an dem microLED-Displayentwickler Plessey interessiert gewesen sein, der sich auf Technologie für Augmented und Mixed Reality spezialisiert hat. Allerdings wird im Rahmen eines Abkommens nun vorerst Facebook exklusiv beliefert. Man wolle dem sozialen Netzwerk dabei helfen, neue Technologien zu testen und zu entwickeln, die sich potentiell für Augmented und Virtual Reality nutzen lassen, teilt Plessey in einem Statement mit. Facebook sei nach Ansicht des Unternehmens mit am besten positioniert, um den Traum von einer Augmented Reality-Brille in die Wirklichkeit umzusetzen.

Die Welt in AR

Und auch eine eher unerwartete Übernahme könnte Augmented Reality-Anwendungen ein ganzes Stück voranbringen. Denn das Niantic die Massen mobilisieren kann, hat der Entwickler bereits mit „Pokémon Go“ ausreichend bewiesen. Nun werden aber auch noch die AR-Mapping-Experten von 6d.ai Mitglieder dieses Teams. Gemeinsam soll eine dynamische 3D-Weltkarte entwickelt werden.

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