Selbstfahrender Kiosk als Versuchsobjekt

An jedem größeren Bahnhof stehen Verkaufsautomaten, die kleine Snacks oder Getränke offerieren. Mit einem recht ähnlichen Sortiment kommen Rewe und Vodafone nun bei allen vorbei, die das Carlswerk in Köln besuchen oder in diesem Gewerbecampus arbeiten. Der nach Firmenangaben erste selbstfahrende Kiosk Europas begibt sich dort auf seine Jungfernfahrt.

(Bild: Vodafone/Rewe)

Das „Rewe Snack Mobil“ ist von 10 bis 16 Uhr in Dauerschleife auf dem Gelände des Carlswerk unterwegs und wird durch ein kurzes Winken angehalten. Künftig sollen zudem vier virtuelle Haltestellen entstehen, an denen das kleine Fahrzeug automatisch eine Pause einlegt. Im Ruhezustand können Interessierte per Touchscreen aus dem Angebot wählen und anschließend kontaktlos bezahlen. Über die Rewe-App dürfen Passanten zudem in Erfahrung bringen, wo sich der autonome Kiosk gerade befindet.

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Der Kurs des „Rewe Snack Mobil“ wird mittels LTE und 5G kontrolliert, weshalb es nie von der Route abweichen soll. Zusätzlich erkennen Sensoren am Fahrzeug bereits aus einiger Entfernung, wenn Menschen seinen Weg kreuzen und hält bei mangelndem Sicherheitsabstand sofort an. Die niedrige Maximalgeschwindigkeit von 6 km/h dürfte aber selbst bei einem Versagen der Mechanismen schwerwiegende Unfälle verhindern. Dennoch erhält der Wagen vorerst einen qualifizierten menschlichen Begleiter, der im Ernstfall eingreifen kann.

Das Gefährt wird bis September im Carlswerk getestet. Wie es danach weitergehe, sei bislang völlig offen, erklärt Kai-Uwe Reimers, Head of Research & Innovation bei Rewe digital. „Wir wollen mehr über die Technologie lernen, den Einsatz erproben und verstehen, wie Kundinnen und Kunden reagieren, wo noch Herausforderungen bestehen und welche Potenziale aus dem Einsatz der Technologie entstehen“, erläutert er die Motive für das Projekt. „Beim ‚Rewe Snack Mobil‘ war es vor allem spannend zu sehen, welche Rahmenbedingungen es gibt und welche rechtlichen Anforderungen sich ergeben.“

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