Der Supermarkt für Experimente

Der Kölner go2market markiert die Deutschlandpremiere eines einzigartigen Shop-Konzepts. Die Filiale führt zahlreiche neue Produkte, die eine limitierte Zahl von Kunden ausprobieren soll. Beim Einkaufen werden die Verbraucher dabei von modernen Technologien wie Digital Signage, Electronic Shelf Labeling oder der go2market-Scan & Go-App begleitet. Das Konzept kam bei den Anwendern so gut an, dass sie es bei den Best Retail Cases Awards auf den ersten Platz in der Kategorie Retail Technology wählten.

go2market-Filiale Köln (Foto:Dirk Borm)

Bevor der go2market im Mai 2021 in der Aachener Straße eröffnete, wurde der Real Life-Marktforschungs-Supermarkt bereits drei Jahre in der österreichischen Hauptstadt Wien getestet. Die neue Filiale bietet auf 400 Quadratmetern rund 350 wechselnde Produkte von etwa 120 Markenunternehmen an. Dabei kann nicht jeder einfach den Laden betreten, da die Kundenliste auf maximal 3.000 Namen begrenzt ist.

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(Foto: Dirk Borm)

Wer im Rahmen einer wahlweise viertel-, halb- oder jährlichen Mitgliedschaft einkaufen darf, entscheidet sich anhand soziodemografischer Merkmale. Die potentiellen Käufer sollen so ein realistisches Abbild der deutschen Gesellschaft bilden. Um die Chancen für alle Bewerber zu wahren, endet die Mitgliedschaft nach Ablauf automatisch.

Alle Mitglieder erhalten ein monatliches Einkaufsguthaben von monatlich 55 Euro. Dieses können sie weiter erhöhen, indem sie Umfragen zu den erworbenen Artikeln beantworten. Gepaart mit der Beobachtung in einer recht realistischen Einkaufssituation erfahren Hersteller dadurch, bei wem ihre Produkte ankommen und warum sie mitgenommen bzw. liegengelassen werden. Dadurch können sie ihre Neuheiten noch einmal anpassen, bevor sie in die normalen Supermarktregale gelangen. Ohne eine solche Testmöglichkeit werden daraus oft Ladenhüter.

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