Aldi Nord probiert kassenlos aus

Nachdem die britische Tochter von Aldi Süd mit einem kassenlosen Laden in London überraschte, zieht nun Aldi Nord nach. Ab Anfang 2022 will das Unternehmen im niederländischen Utrecht testen, ob es ebenfalls ohne Kasse auskommt.

Der Standort für die Utrechter Filiale (Bild: Aldi Nord)

Kunden müssen in der neuen Filiale lediglich via QR-Code und Kundenapp einchecken, um nach Herzenslust einkaufen zu können. Über Sensoren in den Regalböden sowie Kameratechnik sollen alle Produkte erfasst und korrekt zugeordnet werden. Dabei agiert das System innerhalb der datenrechtlichen Standards, da es beispielsweise Gesichtsdaten direkt herausfiltert und nicht weiterverarbeitet.

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Aldi Nord kooperiert für den Test mit dem israelischen Unternehmen Trigo, an dem Konkurrent Rewe mittlerweile eine Minderheitsbeteiligung hält. Die Technologie von Trigo ist folgerichtig auch die Basis für einen Supermarkt in Köln, in dem Rewe derzeit das kassenlose Shopping ausprobiert.

Einjähriger Innenstadt-Test

Aldi Nord befristet sein Pilotprojekt zunächst auf ein Jahr. Das Unternehmen will in dieser Zeit wichtige Erkenntnisse zum Einsatz der Technologie im Discount sammeln. Auch aufgrund der zu erwartenden hohen Kundenfrequenz wurde die für das Experiment eingerichtete Filiale direkt in der Utrechter Innenstadt angesiedelt. Bei der Mitarbeiterzahl will Aldi Nord nicht sparen: Um die vielen neuen Abläufe zu bewältigen, sollen sogar mehr Angestellte als üblich den Laden bevölkern.

Der kassenlose Shop von Aldi UK wird dagegen „lediglich“ die übliche Angestelltenzahl bieten. Für diesen wurde nun immerhin ein etwas genauerer Standort bekannt. Der südöstliche Londoner Stadtteil Greenwich soll als Heimat für den Testlauf dienen.

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