Voice Search im stationären Handel kaum optimiert

Wer fragt, bekommt auch eine Antwort – doch im Falle von Voice Search-Anfragen an Händler ist diese meist unvollständig oder gar falsch. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Location Marketing-Anbieters uberall.

Uberall hat bei 10.000 deutschen Unternehmensstandorten ermittelt, ob sie ihre Geschäftsinformationen vollständig und korrekt auf den 54 Plattformen angeben, die für Sprachsuchen bzw. Smart Assistants in Deutschland relevant sind. Aus dem Einzelhandel kamen dabei die meisten Firmen, die als voice-search-ready gewertet wurden, deren Gesamtanteil ist jedoch gering. Für eine solche Bewertung benötigen Standorte einen Voice Search Readiness Score (VSR Score) von mindestens 90 Prozent. Um diesen zu erreichen, müssen Firmen vollständige und richtige Listings bei Google, Bing und Yelp aufweisen, da nahezu alle Voice Assistants ihre Antworten aus diesen Plattformen beziehen.

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„Zwar können Verbraucher am ehesten Filialen im stationären Handel über Sprachsuche finden, dennoch gibt es hier einen deutlichen Nachholbedarf“, erklärt Norman Rohr, SVP Marketing bei Uberall. „Der Einzelhandel weist aktuell einen durchschnittlichen VSR Score von 48,28 Prozent auf und nur insgesamt 14,1 Prozent seiner Standorte sind voice-search-ready. Ganze 86 Prozent der Einzelhändler sind demnach noch nicht für Voice Search optimiert und somit auch nicht für Verbraucher per Sprachsuche auffindbar. Hier muss noch viel passieren, denn immerhin nutzen schon heute 20 Prozent der deutschen Nutzer Voice Search regelmäßig – Tendenz steigend. Unternehmen sollten nicht versäumen, diese Menschen zu erreichen.”

Unter Verlierern gut aufgestellt

Damit schneidet der Handel trotzdem noch deutlich besser ab als andere Branchen. Die Analyse zeigt, dass in Deutschland derzeit nur 4,55 Prozent der 10.000 untersuchten Geschäftsstandorte voice-search-ready und somit für Sprachsuchanfragen optimiert sind. Etwa 19 von 20 Standorten sind demnach über Voice Search nur eingeschränkt oder gar nicht auffindbar. Branchenübergreifend weisen die analysierten Standorte einen durchschnittlichen VSR Score von gerade einmal 37 Prozent auf.

Angaben von Standortinformationen oft fehlerhaft

Uberall fand im Zuge der Untersuchung ebenfalls heraus, dass Standortinformationen von Unternehmen über verschiedene Plattformen hinweg häufig unstimmig sind oder überhaupt nicht angegeben werden. Dies führt unweigerlich zu einer schlechten Auffindbarkeit bei Sprachsuchen. Fast jeder zweite untersuchte Eintrag hatte uneinheitliche Öffnungszeiten, nahezu jeder dritte falsche Links zu Unternehmens-Websites, annähernd jeder vierte fehlerhafte Standortnamen und bei beinahe jedem fünften Eintrag wurde der Straßenname nicht korrekt angegeben.

„Falsche oder gar nicht angegebene Standortinformationen wirken sich negativ auf die Nutzererfahrung und die Online-Reputation der Marke aus”, ergänzt Norman Rohr. „Unternehmen können damit das Vertrauen ihrer Kunden beschädigen und sie an die Konkurrenz verlieren. Indem Unternehmen korrekte Informationen zu ihren Standorten auf Google, Bing und Yelp sowie weiteren Online-Plattformen zur Verfügung stellen, können sie ihre Auffindbarkeit bei Sprachsuchen erheblich steigern und die Nutzererfahrung ihrer Kunden deutlich verbessern.”

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