Self Checkout stark auf dem Vormarsch

Zumindest bei den größeren Einzelhändlern ist die Zahl der Self-Checkout- und Self-Scanning-Systeme deutlich gestiegen. Die Möglichkeiten für Self Scanning haben sich laut einer EHI-Markterhebung sogar verzehnfacht.

In 1.687 Geschäften der 48 untersuchten Unternehmen und Unternehmensgruppen sind mittlerweile Self-Checkout-Kassen installiert. Vor zwei Jahren waren es erst 941. Dabei sind 58 Prozent im Lebensmitteleinzelhandel und 23 Prozent im Do-It-Yourself-Bereich zu finden. Allerdings stehen im LEH immer noch rund 3.700 SCO-Kassen ca. 235.000 herkömmlichen Kassen gegenüber.

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Selbst mobil scannen dürfen Kunden inzwischen in 983 Filialen (2019: 96), wobei die überwiegende Mehrheit von 885 Geschäften auf Apps für das Smartphones setzt. 244 bieten entweder zusätzlich oder exklusiv Handscanner bzw. spezialisierte Einkaufswagen an. Vorreiter beim Self-Scanning sind die Buchhandlungen von Thalia. Das Unternehmen offeriert den Service mittlerweile in mehr als 300 Filialen.

Danach folgen Edeka und Rewe, die sich zusätzlich bei Self-Checkout-Kassen die Spitzenposition sichern. Besonders Edeka ist mit über 350 Märkten bei deren Ausbau vergleichsweise weit vorangekommen. Insgesamt 368 der untersuchten Geschäfte bieten sowohl Self-Checkout als auch Self-Scanning an.

Barzahlungs-Optionen rückläufig

Die Möglichkeiten zur Barzahlung an Self-Checkout-Kassen sind prozentual weiter gesunken. Unter anderem Ikea, Decathlon, Obi, Netto und Rossmann verzichten auf die etwas wartungsanfälligere Option, weshalb sich nur in 62 Prozent der Geschäfte beim Self-Checkout mit Scheinen und Münzen bezahlen lässt (2019: 85 Prozent). Der Lebensmitteleinzelhandel steuert dem Trend noch ein wenig stärker entgegen und erlaubt Barzahlung in 76 Prozent aller mit Self-Checkout-Kassen ausgestatteten Geschäfte.

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