Paket-Alternative The Box wird zum Technologie-Allrounder

Durch den Versandhandel steigt die Menge an Verpackungsmüll immer weiter an. Das Start-Up LivingPackets möchte dem mit seinem The Box-System entgegenwirken. Der Ersatz für die klassischen Pappkartons hat in seiner zweiten Version nun auch jede Menge technologische Mehrwerte zu bieten.

LivingPackets-CEO Alexander Cotte und The Box

Bei The Box handelt es sich um eine robuste Verpackung, die sich nach Herstellerangaben bis zu tausend Mal wiederverwenden lässt, bevor sie aufbereitet werden muss. Sie bietet dabei bis zu 32 Liter Innenraum. Aufgrund ihrer langen Lebensdauer ermöglicht sie gleichzeitig Services, die sich bei den üblichen Verpackungen nicht rentabel sind. So kann The Box über Sensoren jederzeit die Temperatur sowie das Gewicht im Inneren messen und auch Druck, Stöße, Licht und Bewegung registrieren. Über eine Kamera dürfen sich Händler und Kunden zudem davon überzeugen, wie es im Inneren des Paketes gerade aussieht.

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Etiketten auf Knopfdruck

Außen befindet sich ein 7,8 Zoll großes E-Ink-Display mit Gorilla-Glas, das so ziemlich jedes weltweit übliche Versandetikett anzeigt. Dabei ist die Darstellung sowohl für Menschen als auch Maschinen lesbar. Durch die elektronische Ausführung lässt sich das angezeigte Etikett beispielsweise für Retouren bzw. die Versendung an andere Adressen ganz einfach ändern. Durch ein umfassendes Tracking erfahren Empfänger detailliert, wo sich die Sendung gerade befindet. Eine elektromechanische Verriegelung mit TSA-Schnittstelle soll Diebstählen vorbeugen – zumal jeder Öffnungsversuch aufgezeichnet wird.

Zur Post telefonieren

Zu den neuen Features zählt von The Box auch ein eingebautes Mikrofon, über das der Empfänger nach den Vorstellungen von LivingPackets direkt mit dem Postboten kommuniziert. Das Unternehmen will The Box als Packaging-as-a-Service weltweit anbieten, also seinen Service an interessierte Versandhändler vermieten. Der Bau der ersten Produktionslinie im Forschungs- und Entwicklungszentrum in Nantes (Frankreich) wurde bereits begonnen. Im dritten Quartal soll die Serienproduktion starten.

„Mit The Box haben wir nicht nur eine neue Lieferbox für Online-Geschäfte entwickelt. Wir haben einen neuen Raum für Möglichkeiten in der Welt der Logistik geschaffen”, erläutert Mitbegründer und CTO Fabian Kliem. „Wir können schon bald Millionen von BOXen und die notwendige Infrastruktur für Entwickler und Unternehmen bereitstellen. Es gibt schon jetzt unzählige Ideen, wie sich unsere Plattform nutzen lässt, um Millionen von Menschen völlig neue Erfahrungen und Lösungen bei der Lieferung zu bieten.“