Nachfrage nach Handelsimmobilien steigt

Nach Daten von ImmoScout24 könnte das Interesse an Einzelhandelsflächen wieder auf dem Niveau vor der Pandemie angekommen sein. Das Portal verzeichnete im April 2021 drastisch erhöhte Nachfrage gegenüber dem Vorjahresmonat, in dem die Pandemie für einen kräftigen Einbruch auf dem Immobilienmarkt sorgte.

In den deutschen A-Städten Berlin, Hamburg, München, Köln, Düsseldorf, Stuttgart und Frankfurt am Main wurden doppelt so häufig Einzelhandelsflächen nachgefragt. In B-Städten von großer nationaler und regionaler Bedeutung (bspw. Nürnberg und Hannover) gab es sogar einen Zuwachs von 133 Prozent, in C-Städten (Rostock, Aachen) ging es um 80 Prozent nach oben. Dabei waren vor allem kleine Flächen bis 100 Quadratmeter (+134 Prozent) begehrt, gefolgt von mittleren Flächen bis 500 Quadratmeter (+100 Prozent) sowie noch größeren Arealen (+78 Prozent).

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Die erhöhte Nachfrage könnte aber auch etwas mit einem gesunkenen Angebot zu tun. So standen insgesamt 14 Prozent weniger Einzelhandelsflächen zur Auswahl als im April 2020. In den B-Städten waren sogar 24 Prozent weniger Standorte verfügbar. Den einzigen positiven Trend gab es bei Einzelhandelsflächen über 500 Quadratmeter, die zwölf Prozent häufiger offeriert wurden.

„Das geringe Angebot an Einzelhandelsflächen kann als gutes Zeichen gewertet werden“, glaubt Dr. Thomas Schroeter, Geschäftsführer von ImmoScout24. „Denn obwohl in den vergangenen Monaten bis auf Supermärkte und Lebensmittel die Geschäfte größtenteils geschlossen blieben, stehen in den Städten kaum Geschäfte frei. Ein Mieterwechsel ist in der aktuellen Lage sowohl für die Vermieter*innen als auch die Gewerbetreibenden wenig verlockend. Mit der steigenden Nachfrage und den in Aussicht gestellten Lockerungen, erwarten wir Nachholeffekte.“

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