Rewe eröffnet ersten Green-Farming-Supermarkt

Der Lebensmitteleinzelhändler Rewe hat in Wiesbaden-Erbenheim seinen ersten Markt eröffnet, der nicht nur Lebensmittel anbietet, sondern auch gleich vor Ort produziert. Zudem wurde mit Holz primär ein nachwachsendes Bauelement verwendet.

(Bild: Rewe)

Das Konzept läutet dabei eine neue Ära ein: Künftig sollen alle Neubauten von Rewe vollständig oder zumindest in Teilen ähnlich strukturiert sein. Auf dem Dach der Pilotfiliale befindet sich ein gläsernes Atrium, das als Gewächshaus dient. In dieser Farm wird Basilikum angebaut, das nicht nur in den dortigen Verkaufsräumen, sondern auch in weiteren 480 Geschäften in Hessen und Rheinland-Pfalz angeboten wird. Zusätzlich wachsen in Bassins rund 20.000 Buntbarsche heran, die ab Ende 2021 in den Handel kommen sollen. Ein Kreislaufsystem koppelt Pflanzen- und Fischzucht, so dass dank Doppelnutzung 90 Prozent weniger Wasser als bei herkömmlicher Landwirtschaft notwendig sind. Zudem werden die Ausscheidungen der Fische als Dünger verwendet.

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Heimisches Nadelholz

Die Filiale besteht unter anderem aus rund 1.100 Kubikmetern heimischem Nadelholz, das innerhalb der nächsten 30 Jahre nachwächst. Verglaste Ost- und Westfassaden ermöglichen ebenso wie das Atrium die Nutzung des natürlichen Tageslichts. Regenwasser wird aufgefangen und für die Farm, die Sanitäranlagen sowie die Reinigung verwendet. Der Parkplatz wurde kreisförmig angelegt, damit weniger versiegelte Flächen entstehen. Die dadurch entstandenen Grünareale sowie eine Blühwiese sollen Insekten anlocken.

Im Sortiment selbst finden sich viele regionale sowie Bio-Produkte. Eine gläserne Metzgerei mit Showküche offeriert Fleisch aus Tierwohlhöfen. Vor dem Markt dürfen lokale Lieferantinnen und Lieferanten zudem ihre Produkte in Ständen anbieten. Der technologische Fortschritt kommt ebenfalls nicht zu kurz: Scan & Go ist in der Filiale ebenso möglich wie die Nutzung des Rewe-Abholservice.

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