Konsumenten wollen lokal und online shoppen

Die Zukunftserwartungen der Verbraucher sind weltweit von einigen Widersprüchen geprägt. So gehen rund zwei Drittel davon aus, dass künftig mehrere Jobs für einen angemessenen Lebensstandard nötig sind. Trotz des dadurch drohenden Stress prognostizieren allerdings 70 Prozent, bald gesünder zu leben. Auch beim Klimawandel und dem Fliegen gibt es noch keine klare Linie. Beim Shopping treffen mit lokal produziert und online dagegen Ansprüche aufeinander, die keine Gegensätze sein müssen.

Flughafen-Shops müssen wohl keinen Kundenmangel fürchten.

In seiner groß angelegten Studie „The future urban reality“ hat Ericsson Verbraucher in insgesamt 31 Märkten befragt, die repräsentativ für 2,3 Milliarden Menschen stehen. Dabei stellte sich unter anderem heraus, dass die Onlinezeit jedes einzeln von ihnen bis 2025 vermutlich um rund zehn Stunden pro Woche ansteigt. Mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer rechnet beispielsweise damit, im Jahr 2025 für nahezu alle Entertainment-Aktivitäten im Internet zu sein. Lebensmittel will dann mehr als ein Drittel hauptsächlich online bestellen.

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Lokal als Trend

Verbraucher wollen zudem künftig zwar nicht unbedingt weniger shoppen, dafür aber vor allem allem vermehrt lokal konsumieren. Jede/r Zweite erklärt, bis 2025 primär nur noch lokal hergestellte und lokal angebaute Produkte kaufen zu wollen. 56 Prozent erwarten, dass der lokale Konsum die neue Norm wird. Allerdings zeigt sich bereits in einem anderen Bereich, wie wenig konsequent die Menschen bei solchen und ähnlichen Vorhaben meistens sind.

Klimawandel-Angst beeinflusst Flugverkehr kaum

So äußert zwar knapp die Hälfte der Verbraucher ihre ausdrückliche Besorgnis über Klimawandel und Umweltverschmutzung, auf Flugreisen in den Urlaub wollen aber lediglich 40 Prozent von ihnen verzichten. Insgesamt ist dazu gerade einmal ein Drittel der Verbraucher weltweit bereit.

Deutschland erweist sich nicht als Vorbild: Die Bevölkerung ist im globalen Vergleich sogar etwas weniger über den Klimawandel besorgt als der Durchschnitt und schränkt sich beim Fliegen ebenfalls weniger ein. Länder mit untergehenden Städten und Regionen wie Indonesien, Philippinen oder Thailand haben das Thema stärker auf der Agenda und ziehen entsprechend Konsequenzen.

Die Studie in englischer Sprache kann hier heruntergeladen werden.