Bertelsmann stellt die Deutschlandcard ein und zieht sich damit aus dem Bonusgeschäft zurück. Das Programm soll zum 30. November 2026 auslaufen.

Ausschlaggebend ist vor allem der Verlust eines zentralen Partners: Der Handelsverbund Edeka wechselte Anfang 2025 zum Wettbewerber Payback. Ohne diesen Partner sei die Grundlage für das Geschäftsmodell entfallen, teilte das Unternehmen mit.
Die Deutschlandcard basiert auf einem Plattformansatz, bei dem Händler für die Teilnahme und die Abwicklung von Bonuspunkten zahlten. Nutzer können beim Einkauf Punkte sammeln und diese gegen Prämien oder Rabatte einlösen. Zeitweise erreichte das Programm eine zweistellige Millionenzahl an Nutzern und arbeitete mit mehreren hundert Online-Shops zusammen.
Nach dem Wegfall von Edeka versuchte der Betreiber, das Angebot neu auszurichten. Dazu gehörten Anpassungen an der Datenbasis sowie eine stärkere Ausrichtung der App als digitaler Einkaufsbegleiter. Diese Maßnahmen reichten jedoch nicht aus, um die notwendige Reichweite und Nutzung zu erzielen. Die Deutschlandcard blieb defizitär, eine wirtschaftliche Perspektive sah das Management nicht mehr.
Für Nutzer läuft das Programm schrittweise aus. Punkte können noch bis Ende Oktober 2026 gesammelt werden. Das Einlösen bleibt darüber hinaus möglich und soll mindestens bis Ende 2027 gewährleistet sein. Von der Einstellung betroffen ist die Deutschlandcard GmbH mit rund 90 Beschäftigten. Bertelsmann kündigte an, für die Mitarbeiter sozialverträgliche Lösungen zu prüfen.
















