Höhere Standards für Kundenbewertungen gefordert

Gefälschte Nutzerbewertungen sind für die Mehrheit der deutschen Verbraucher ein großes Ärgernis. Deshalb wünschen sich ganze 68 Prozent, dass der Einzelhandel neue Standards setzt, um solche Fake Reviews künftig zu verhindern. Diesen Anspruch der Konsumenten sollten Unternehmen nicht ignorieren, da sie sonst größere Vertrauensverluste riskieren.

Die wichtigste Gegenmaßnahme gegen Fake Reviews scheint dabei die Beschränkung der Meinungsäußerung auf verifizierte Kunden zu sein – zumindest wurde diese Option von den Teilnehmern einer Bazaarvoice-Studie am häufigsten genannt (51 Prozent). Auf tägliche Kontrollen von Kundenbewertungen pochten 45 Prozent. 41 Prozent möchten, das ausschließlich echte Konsumenten Produkte vor dem Verkaufsstart testen dürfen.

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Keine Kaufabsicht mehr

Falsche oder betrügerische Bewertungen können dem betroffenen Produkt und sogar der ganzen Marke enorm schaden, wenn die Nutzer den Betrug durchschauen oder zumindest vermuten. Bei einem entsprechenden Verdacht würde fast die Hälfte der Befragten den Artikel nicht kaufen und etwa ein Drittel sogar das Vertrauen in die Marke verlieren. Lediglich eine mangelhafte Produktqualität kann dieses noch schneller schädigen.

Vertrauen hilft

Dabei verzeihen viele Kunden Marken sogar einen einmaligen Patzer, wenn sie ihnen zuvor bereits vertraut haben. 67 Prozent wären in diesem Fall bereit, weiterhin Produkte der entsprechenden Marke in ihren Warenkorb zu legen. Der wichtigste Faktor für den Aufbau von Vertrauen sind dabei kürzlich gemachte eigene Erfahrungen – 68 Prozent der Umfrageteilnehmer sehen diese als ausschlaggebend. Empfehlungen von Familie sowie Freunden und Online-Bewertungen anderer Kunden liegen bei ihrem mit 35 Prozent bzw. 31 Prozent deutlich geringeren Einfluss nah beieinander.

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