Aldi und Lidl tragen Streit um Bonus-Apps auf Werbebühne aus

Aus einer Aldi-Kampagne gegen App-Rabatte ist ein offener Werbeschlagabtausch mit Lidl geworden. Nach einem eigenen Werbefilm kontert Lidl auch mit Außenwerbung, während Aldi Reaktionen seiner Kundschaft als Rückendeckung für den Verzicht auf eine Bonus-App nutzt.

Mit für alle geltenden Preisen positioniert sich Aldi Süd gegen Rabatt-Apps (Bild: Aldi Süd)

Der Streit zwischen Aldi Süd und Lidl über Bonus-Apps hat sich in den vergangenen Wochen deutlich ausgeweitet. Lidl reagierte zunächst über Social Media und anschließend mit einem eigenen Werbefilm auf eine Anti-Bonus-App-Kampagne des Wettbewerbers. Danach verlagerte der Discounter den Konter auch auf Außenwerbeflächen. Aldi wiederum greift Reaktionen seiner Kundschaft auf, um die eigene Position zu stützen.

Aldi Süd stellt unter dem Motto „Günstig ohne Bonus-App“ seit Ende Juli den Nutzen von Rabatt- und Loyalty-Apps infrage. Die Kampagne zielt auf Angebote von Wettbewerbern wie Lidl, Rewe und Edeka. Aldi positioniert den Verzicht auf ein vergleichbares Bonusprogramm als Vorteil für Kunden, die keine App für Aktionspreise nutzen wollen. Lidl verfolgt die gegenteilige Strategie. Mit Lidl Plus setzt der Händler auf eine eigene Kunden-App mit Coupons, Rabatten und weiteren Loyalty-Funktionen. Der Konzern hat sein Programm zuletzt zudem um eine Punkte-Mechanik erweitert.

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Aus der zunächst einseitigen Attacke ist damit ein offener Wettbewerb um zwei unterschiedliche Loyalty-Positionierungen geworden. “Horizont” ließ die Kampagnen auch von Markenexperten bewerten. Taste-Chef Lukas Dudek bezeichnete Aldis Ansatz unter anderem deshalb als strategisch klug, weil der Discounter einen für Wettbewerber wichtigen Mechanismus der Kundenbindung zum Gegenstand der eigenen Preispositionierung macht.

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