Retourenvernichtung: No-Go für Online-Käufer

Wenn es um die Vernichtung von Retouren geht, würden sich mehr als 80 Prozent der Deutschen ein komplettes Verbot wünschen. Zudem kommen bei drei Vierteln Online-Händler gut an, die ihre Ware beim Versand nachhaltig verpacken. Die Verbraucher selber schränken sich aus ökologischen Gründen aber nur wenig ein.

So planen laut der Postbank Digitalstudie 2022 lediglich zehn Prozent, ihre Online-Käufe künftig zu reduzieren oder ganz darauf zu verzichten. 17 Prozent gaben im Befragungszeitraum (Januar/Februar 2022) an, dass sie nun wieder mehr in stationären Geschäften unterwegs sind, 41 Prozent achten auf Sammel- statt Einzelbestellungen. Fast die Hälfte passt auf, dass sie Produkte möglichst nicht wieder zurückschicken muss. 27 Prozent bestellen dagegen weiterhin Waren, von denen sie bereits wissen, dass sie sie zurückschicken werden. Jede/r Siebte verschwendet beim Einkauf im Internet keine Gedanken an ökologische Aspekte.

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Anders als man es erwarten könnte, sind unter 40-Jährige dabei nicht unbedingt umweltbewusster als ältere Generationen, was vor allem an dem Umgang mit Retouren und am To-Go- und Liefermarkt liegt. So bestellen 54 Prozent regelmäßig Essen und nehmen nach eigenen Angaben dabei auch Einwegverpackungen in Kauf. Bei den über 40-Jährigen gab dies nur jede/r Fünfte an. Die Nutzung von Einwegverpackungen für beispielsweise Coffee-to-go hat sich bei 41 Prozent (<40 Jahre) bzw. 28 Prozent (>40 Jahre) in letzter Zeit sogar wieder erhöht.

Für die „Postbank Digitalstudie 2022 – Die digitalen Deutschen“ wurden im Januar und Februar dieses Jahres 3.050 Deutsche befragt. Die Postbank untersucht mit der Studie im achten Jahr in Folge, welche Entwicklungen sich in den verschiedenen Lebensbereichen der Bundesbürger in Bezug auf Digitalisierung allgemein und insbesondere zu Finanzthemen abzeichnen.

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