Online-Shopping verstärkt zum Feierabend (und in der Mittagspause)

Im Internet passen sich die Deutschen immer mehr den Schweizern an – zumindest wenn es um die Einkaufszeiten im Internet geht. Dies zeigt zumindest eine Auswertung des E-Commerce-Unternehmens Galaxus auf Basis seiner Nutzerdaten.

Während im Jahr 2019 und 2020 das Internet noch vorwiegend vormittags zwischen 10 und 12 Uhr nach Produkten durchstöbert wurde, hat sich zwischendurch der Feierabend stärker zum Hotspot entwickelt. So wurde 2021 der Höchstwert (8,88 Prozent der Bestellungen) zwischen 20 und 21 verzeichnet. Das hohe Niveau konnte allerdings 2022 bislang nicht ganz gehalten werden, da der leichte Zuwachs rund um den 21-Uhr-Termin den etwas stärkeren Rückgang im 20-Uhr-Zeitfenster nicht ausglich. Die meisten Bestellungen (ca. neun Prozent) gingen kurz vor Mittag ein.

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Dennoch bleibt ein Trend erkennbar, wenn man die früheren Zahlen vergleicht. So steigerten sich die Einkäufe zwischen 20 und 23 Uhr von 15 Prozent (2019) auf 17 Prozent (2020) und dann über 20 Prozent (2021), bevor sie leicht auf 19 Prozent (2022) zurückfielen. Solche Sprünge kann der frühe Nachmittag zwar nicht bieten – dafür aber jede Menge Konstanz. Rund 7,5 Prozent der Verkäufe wurden sowohl 2019, 2020 als auch 2022 gegen 14 Uhr generiert. Lediglich im Jahr 2021 sackte der Anteil vergleichsweise leicht (-1 Prozentpunkt) ab.

Der Trend zum späteren Online-Einkauf geht einher mit der Verschiebung zum Mobile-Shopping: Im April 2022 haben die Kunden von Digitec Galaxus erstmals häufiger mit dem Handy eingekauft als am Computer. Im Heimatland des Unternehmens – der Schweiz – hat sich der Shoppinghöhepunkt zudem noch weiter nach hinten verschoben. Hier kauft die Kundschaft nun am liebsten nach 21 Uhr online ein.

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