Nutzer bei Technologie-Innovationen noch nicht im Mittelpunkt

Moderne Informationstechnologie ist für den stationären Handel ein wichtiger Faktor, um gegenüber den Konkurrenten aus dem Internet nicht ins Hintertreffen zu geraten. Doch bei der Einführung neuer Verfahren tun sich viele Unternehmen in der Wirtschaft schwer – vor allem, weil zumeist nicht der Mensch im Mittelpunkt steht.

Stattdessen stellte eine von Lenovo in Auftrag gegebene Walnut-Studie fest, dass primär immer noch unternehmerische Überlegungen bei IT-Investitionen leiten. Dabei müssen eigentlich vor allem die Mitarbeiter von der Technologie überzeugt sein, da sie täglich mit ihr konfrontiert sind. Benutzerfreundlichkeit steht bei den insgesamt tausend befragten britischen, niederländischen, französischen und deutschen IT-Managern allerdings an vorletzter Stelle, wenn es um Kriterien für IT-Investitionen geht. Gerade einmal 29 Prozent führten diesen Aspekt auf. Und bei lediglich sechs Prozent steht der Nutzer im Mittelpunkt. Ausschließlich wirtschaftliche Interessen führen 62 Prozent an, 40 Prozent sind stark an Kosteneinsparungen interessiert.

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Nutzer in Not

So verwundert es kaum, dass 47 Prozent Schwierigkeiten der Nutzer bei der Einführung neuer Software verzeichnen und 52 Prozent eine Zunahme der Helpdesk-Anfragen in diesem Zusammenhang registrieren. Die Hälfte der IT-Manager bemerkte eine Steigerung der Produktivität durch neue Technologie, in einem Fünftel der Fälle verminderte sich jedoch sogar die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter. Da IT-Abteilungen von Natur aus sehr fortschrittsfreundlich eingestellt sind, sind solche Aussagen nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.

Mitarbeiter-Motivation

Unternehmen sollten bei der Einführung neuer Technologien den Schwerpunkt darauf legen, dass ihre Mitarbeiter verstehen, welche Probleme dadurch gelöst werden und welche neuen Möglichkeiten sie eröffnen. Außerdem können die Mitarbeiter durch Schulungen und Fortbildungen bestmöglich vorbereitet werden. Anbieter sollten ihrerseits den Onboarding-Prozess so einfach wie möglich gestalten und dazu beitragen, die Anforderungen an das Service-Desk im Unternehmen zu reduzieren, indem sie beispielsweise AR-Tutorials und dialogorientierte KI-Software anbieten.

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