Braun Büffel: D2C mit Einzelhandels-Anbindung

Der Vertrieb direkt an den Verbraucher ist für viele Unternehmen mittlerweile ein bequemer Weg, um die üblichen Handelspartner zu umgehen. Der Lederwarenhersteller Braun Büffel möchte diese aber trotz eines eigenen Onlineshops weiter einbinden und hat deshalb seine Digitalisierungsmaßnahmen auch auf den Retail ausgerichtet. Damit avancierten das Unternehmen und sein Berater ecom consulting zum Liebling der Best Retail Cases Awards-Jury im Bereich eCommerce.

Braun Büffel produziert bereits seit 1887 Taschen und weitere Kleinlederwaren. Die mittelständische Firma hatte dabei – anders als größere Konkurrenten – nur wenig Einfluss auf die Sortimentsauswahl bei ihren Handelspartnern. Zudem spürte sie den Frequenzverlust in den vier eigenen Filialen und bei den über 400 Verkaufspartnern allein in Deutschland deutlich. Unter Einbeziehung aller Mitarbeiter und der Spezialisten von ecom consulting wurden deshalb umfassende Lösungsansätze erarbeitet.

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Bilder und Shopsystem neu kreiert

Nach einer umfassenden Analyse bezüglich Zielgruppe, Konkurrenzsituation, verwendeter Kanäle u.v.m. überarbeitete das Unternehmen unter anderem die Stammdaten der Produkte und fotografierte die Waren teils neu. Damit ließen sie sich im neu entstehenden Onlineshop sowie in den eCommerce-Angeboten der Handelspartner endlich optimal präsentieren. Das veraltete Shopsystem wich einer neuen Lösung, die über Actindo auch an das bestehende SAP-System angeschlossen wurde. Online-Marktplätze werden inzwischen ebenfalls bespielt, mangels Erfahrung mit der Thematik aber noch über einen Outsourcing-Partner.

Braun Büffel ergänzte seine Webseite zusätzlich mit einem Produktberater sowie dem Infoportal “Welt des Leders”. Dieses bietet Pflegetipps, nennt Details zu Herkunft und Produktion und inspiriert mit Lifestyle-Trends. Unter anderem erfahren Interessierte dort, wie Lederimitate einfach erkannt werden, wo der Geldbeutel hingehört und wie sich Fettflecken entfernen lassen. Die umfangreiche Sammlung wertvollen Wissens wird inzwischen von vielen Händlern genutzt, um Mitarbeiter entsprechend zu schulen.

Diese profitieren zudem von einem besser durchdachten Sortiment, da Braun Büffel die Bedürfnisse der Zielgruppe besser einschätzen lernt. Unter anderem werden erstmals Prototypen in kleinen Stückzahlen möglich, die dann testweise beispielsweise auf Online-Marktplätzen angeboten werden. Das gesammelte Feedback fließt in die Produktion mit ein und sorgt im Idealfall für begehrtere Produkte.

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