Pointy übernommen: Lokale Händler werden Google-Kunden

Auch für stationäre Geschäfte gilt: Wenn sie nicht auf Google gefunden werden können, sind sie für viele potentielle Kunden quasi nicht existent. Nun könnte sich die Beziehung zu dem Konzern hinter der Suchmaschine allerdings deutlich intensivieren, da dieser mit Pointy ein speziell an klassische Läden gerichtetes Start-Up übernommen hat.

Die von Irland aus operierende Firma ermöglicht es lokalen Händlern in den USA und Irland, sich mit ihren Produkten im Internet zu präsentieren, ohne dass eine komplexe E-Commerce-Infrastruktur nötig wird. Dazu schließen Händler einfach eine kleine Box an ihren Barcode-Scanner an oder installieren die Pointy-App in ihrem Point-of-Sale-System. Danach sind ihre auf Lager befindlichen Waren im Businessprofil des Unternehmens in der Google-Suche zu sehen. Google will seiner neuen Tochterfirma nun dabei helfen, noch mehr Händler von dem Angebot zu überzeugen. Dabei ist Pointy in bestimmten Bereichen bereits sehr erfolgreich: So sind laut TechCrunch in den USA bereits je zehn Prozent der Spielzeug- und Haustierzubehörhändler an das System angeschlossen.

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Die beiden Gründer Mark Cummins und Charles Bibby sehen die Übernahme durch Google als einen natürlichen nächsten Schritt auf der Reise: „Wenn wir unsere Kräfte vereinen, können wir den Menschen helfen, lokale Geschäfte und Produkte in viel größerem Umfang zu entdecken. Wir sind der Meinung, dass dies der richtige Weg ist, um das zu erreichen, was wir uns vorgenommen haben – die Einzelhändler der Welt online zu bringen und ihnen die Werkzeuge an die Hand zu geben, die sie brauchen, um Erfolg zu haben.“

Mark Cummins hatte zuvor schon einmal ein von ihm mitgegründetes Unternehmen an Google verkauft: Das auf visuelle Suche spezialisierte Start-Up Pink wechselte 2010 den Besitzer. Und seit 2018 arbeiten Pointy und Google bereits recht eng zusammen – sicher auch, um den Expansionsbestrebungen von Amazon in den stationären Retail etwas entgegenzusetzen.

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