Mit Videoanalyse und Ampeln auf Abstand

Deutsche Einzelhändler dürften noch eine ganze Weile ihre Besucherströme kontrollieren müssen – und erhalten dabei nun unter anderem auch Unterstützung von der Deutschen Telekom und Deep North. Während das eine Unternehmen auf ein bereits bekanntes Modell setzt, steht beim anderen die KI-gestützte Videoanalyse im Mittelpunkt.

Zutrittsampel der Telekom (Bild: Deutsche Telekom)

Die Deutsche Telekom bietet eine Zutrittsampel an, die den Einlass für Geschäfte regeln soll. Die Lösung besteht aus zwei Säulen, die mit maximal fünf Metern Abstand rechts und links der Tür positioniert werden. Sensoren erfassen dann, wenn ein Kunde den Verkaufsraum betritt oder verlässt.

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Bei Erreichen der maximalen Besucherzahl schaltet das System auf ein rotes Warnsignal um. Sollte dieses ignoriert werden, wird sowohl ein Alarm ausgelöst als auch ein Mitarbeiter via Smartphone informiert. Die Lösung lässt sich auch nach der Pandemie weiterverwenden, da sie die jeweilige Geschäftsauslastung aufgeschlüsselt nach Tageszeiten und Wochentagen anzeigt und so beispielsweise die Personalplanung deutlich erleichtert.

Videotracking als Alternative

Vom KI-Experte Deep North kommt eine neue Tracking- und Bewegungslösung für Einkaufszentren und andere öffentliche Gebäude, die sich nicht rein auf den Eingangsbereich konzentriert. Sie kann ebenfalls die Zahl der Besucher in einem Geschäft zählen, erfasst aber auch deren Bewegungen im Laden. Um den Datenschutz zu gewährleisten, analysieren die KI-Metriken dabei nur den Körper, aber nicht die Gesichter der Kunden. In Deutschland sollen bald erste Pilotprojekte mit einigen der größten europäischen Einzelhändler und Einkaufszentren starten.

Der immense Vorteil dieses Systems liegt in seinen vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten, da sich damit beispielsweise Warteschlangen und Wartezeiten vor dem Laden oder an den Kassen bestimmen und Kunden so genauer informieren lassen. Ebenso zeigt sich, ob Mitarbeiter und Kunden die vorgegebenen Abstandsregeln einhalten und wo hochfrequentierte Waren voneinander zu trennen sind, um Menschenansammlungen vorzubeugen.

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