Lebensmittelverkäufer noch kaum auf Digitalisierung vorbereitet

Zahlreiche Führungskräfte im Lebensmitteleinzelhandel werden in diesem Jahr durch Schulungsmaßnahmen auf die Veränderungen durch die Digitalisierung vorbereitet. Bei den ihnen unterstellten Mitarbeitern sieht es dagegen längst nicht so gut aus.

So sind laut der Studie „Supermarkt der Zukunft“ des Start-ups Responsive Acoustics (ReAct) acht von zehn Führungskräfte davon überzeugt, dass sich die für sie wichtigen Kompetenzen stark oder sogar sehr stark wandeln werden. 59 Prozent der Unternehmen reagieren auf diese Einsicht und planen noch 2019 konkrete Maßnahmen zum Aufbau des Digital-Know-how innerhalb ihrer Führungsmannschaften. Nur bei 41 Prozent ist so etwas auch für die Angestellten vorgesehen.

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Dabei wären Weiterbildungen dringend notwendig: So bescheinigen die Unternehmen nur knapp einem Drittel ihrer Führungskräfte ein gutes oder sehr gutes Wissen rund um die Digitalisierung im Lebensmitteleinzelhandel. Bei den Mitarbeitern wird dies sogar nur jedem zehnten Angestellten zugesprochen.

„Der Lebensmitteleinzelhandel darf sich bei der Digitalisierung nicht allein auf die Führungskräfte konzentrieren“, warnt deshalb ReAct-Gründer Wilbert Hirsch. „Schließlich sind es in der Regel die normalen Mitarbeiter, die an der Kundenfront mithilfe der neuen technischen Möglichkeiten bestehen und punkten müssen.“

Für die Studie hat das auf Klang- und Kommunikationskonzepte spezialisierte Start-up Responsive Acoustics (ReAct) Anfang des Jahres eine Experten-Befragung unter Inhabern, Geschäftsführern und Marktleitern aus dem deutschen Lebensmitteleinzelhandel durchgeführt.