Ladendiebstähle trotzen Lockdown

Nach einer aktuellen Studie des EHI haben die lange Lockdown-Zeit und die Frequenzbeschränkungen des Jahrs 2021 nur einen geringen Einfluss auf die Ladendiebstähle gehabt. Laut Expertenschätzungen verursachten unehrliche Kunden einen Verlust in Höhe von 2,1 Milliarden Euro.

Das Risiko für Ladendiebe sank 2021

Zu den Inventurdifferenzen in Höhe von insgesamt 4,1 Milliarden Euro trugen auch der Diebstahl durch Mitarbeitende (810 Millionen Euro), der Diebstahl durch Servicekräfte und Liefernde (320 Millionen Euro) sowie organisatorische Mängel (870 Millionen Euro). Die Inventurdifferenzen gingen damit zwar leicht zurück – 2020 lagen sie noch bei 4,2 Milliarden Euro – aber längst nicht so stark, wie die Polizeistatistiken suggerieren.

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So wurden 2021 insgesamt 256.694 Ladendiebstähle angezeigt. Dies sind insgesamt 15,6 Prozent weniger als im Jahr zuvor. EHI-Experte Frank Horst geht davon aus, dass dies vor allem mit den reduzierten Ausgaben für Detekteien zusammenhängt. Das EHI geht in einer Hochrechnung davon aus, dass die meisten Inventurdifferenzen (1,6 Milliarden Euro) im Lebensmitteleinzelhandel anfielen, gefolgt von Baumärkten (350 Millionen Euro) und Modegeschäften (300 Millionen Euro). Am häufigsten verschwanden Artikel aus fünf Warengruppen: Kosmetik, Tabakwaren, hochwertige Markenbekleidung/Markenschuhe, Elektrogeräte/-artikel/-zubehör sowie alkoholische Getränke.

An der Untersuchung “Inventurdifferenzen im deutschen Handel 2022” beteiligten sich 77 Unternehmen bzw. Vertriebsschienen mit insgesamt 20.178 Verkaufsstellen, die einen Gesamtumsatz von rund 95,4 Milliarden Euro erwirtschafteten.

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