Kaufregional, DHL-Initiative & Retail Hack

Unter dem Motto Kaufregional waren bislang eher österreichische und Celler Geschäfte gemeinsam im Internet zu finden. Doch nun wurde mit „Kaufregional“ eine Plattform gestartet, die möglichst deutschlandweit Händler und Kunden zusammenbringen will und dabei auf den ersten Blick deutlich professioneller wirkt als viele der „Notlösungen“. Die Initiative „Händler helfen Händlern“ und das IFH Köln möchten derweil Businesskonzepte für die Zeit nach Corona erarbeiten lassen.

Auch DHL hat jetzt eine eigene Initiative für lokale Händler (Bild: DHL)

Das Portal „Kaufregional“ wurde durch Markus Wittig vom Marketingspezialisten factory42, und Ken Koch, Inhaber des NY.Clubs in München, ins Leben gerufen, die zugrundeliegende Software stammt von Salesforce. Das Angebot ist im Prinzip ein Branchenverzeichnis mit allen wichtigen Kontaktdaten, das eingetragene Geschäfte in der Nähe des Wohnorts des Nutzers auflistet. Im Unterschied zu herkömmlichen Übersichten kann man hier aber einfach filtern, ob die Läden Lieferung oder Abholung von Waren, Speisen und ähnlichem anbieten. Derzeit sind rund 150 Geschäfte und 90 Restaurants gelistet, die meisten davon aber noch im Großraum München. Wie erfolgreich das Angebot wird, hängt natürlich wie bei ähnlichen Portalenprimär davon ab, wie viele Geschäfte sich noch eintragen und ob die Plattform von suchenden Verbrauchern auch gefunden wird.

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DHL-Offerte

Im Rahmen der Initiative „DHL lokal handeln“ kooperiert die DHL derweil unter anderem mit eBay, Schuhe24, Zalando, JTL, DreamRobot und weiteren, um Händlern beim Einstieg in den Versand zu helfen. Selbst zeigt das Unternehmen primär auf, wie einfach Pakete versendet werden können und welche Möglichkeiten für Direktmarketing verfügbar sind – von besonderen Konditionen ist dabei nicht die Rede.

Ideenwettbewerb

Deutlich innovativer dürfte es beim Ideenwettbewerb der Initiative „Händler helfen Händlern“ und ds IFH Köln zugehen, der vom 15. bis 17. April stattfindet. Beim sogenannten „Retail Hack“, der natürlich rein virtuell stattfindet, sollen Verantwortliche aus Handels- und Herstellerunternehmen, Technologieunternehmen, Start-ups und Agenturen gemeinsam ausgereifte und kreative Konzepte für die Zukunft des Handels erarbeiten. Dabei werden die Lösungen von einer erfahrenen Jury bewertet und der gesamten Branche zugänglich gemacht.

„Wir müssen jetzt gemeinsam handeln und mit vereinten Kräften an Lösungen für die Zeit nach der Corona-Krise arbeiten“, freut sich Retail Hack-Teilnehmerin Sonja Moosburger, Managing Director bei MediaMarktSaturn, über die Aktion. „Der Retail Hack bietet eine tolle Plattform, kreative und innovative Ideen auszutauschen und umzusetzen.“ Partner des Retail Hack sind die Unternehmen atrify, datorama, Key-Work, Magento commerce, ratenkauf Roqqio und SAP.