Kauf im Laden weiter beliebteste Shopping-Option

Trotz der Schwierigkeiten des vergangenen Jahres blieben lokale Geschäfte im Fokus der Verbraucher. In Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den USA wurden sie online acht Prozent häufiger gesucht als noch 2019. Allerdings erwarten die Verbraucher zunehmend auch dort hybride Shopping-Optionen – weil sie mit diesen aktuell gerade gute Erfahrungen sammeln.

So zitiert die „The New Face of Local“-Studie von Uberall nicht umsonst einen Twitter-Nutzer aus Deutschland, der seinen Einkauf bei Ikea dank Click & Collect innerhalb von 15 Minuten erledigen konnte und nie wieder zum alten System zurückkehren möchte. Click & Collect ist dabei nicht einmal die beliebteste Option.

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So nennen gerade einmal 19 Prozent der insgesamt 4.000 befragten Konsumenten den Onlinekauf mit anschließender Abholung in der Filiale als präferierte Einkaufsmethode. Ähnlich viele (18 Prozent) nutzen den Laden gerne als Showroom, um anschließend online zu shoppen. Für den reinen E-Commerce votierten 17 Prozent. Die überwiegende Mehrheit von 37 Prozent möchte vor allem online recherchieren und anschließend im Laden kaufen.

Lokal vor online

Für 29 Prozent spielt es keine große Rolle, ob ein Produkt lokal oder online angeboten wird. Sie entscheiden sich primär für den Händler mit dem besten Preis (19 Prozent) oder dem aus ihrer Sicht besten Produkt (10 Prozent). Weitere 14 Prozent geben an, dass sie eigentlich den lokalen Einkauf bevorzugen würden, Onlineshopping aber bequemer sei. Jede/r Fünfte kauft lediglich dann im Internet, wenn das Gewünschte vor Ort nicht zu finden ist.

Ganze 37 Prozent behaupten, dass sie vorzugsweise lokal shoppen, selbst wenn die Produkte teurer oder weniger komfortabel zu erwerben sind. Nach dem Abklingen der Pandemie wollen 43 Prozent die meisten Einkäufe im Laden erledigen, 33 Prozent flexibel bleiben und 19 Prozent vor allem auf den Onlinekanal setzen.

Preis und Entfernung entscheidend

Wenn sie lokal shoppen, lassen sich die Verbraucher am meisten vom Preis (71 Prozent) und der Entfernung (47 Prozent) beeinflussen. Die Öffnungszeiten (32 Prozent) und Bewertungen (30 Prozent) spielen zwar eine geringere Rolle als manchmal gedacht, sind damit aber immer noch für jede/n Dritte/n relevant. Die Geschäftsinformationen werden vor allem per Google (77 Prozent), spezialisierten Apps/Webseiten (27 Prozent) oder Apple Maps (20 Prozent) gesucht.

Um die Angaben der Verbraucher besser einzuordnen, analysierte Uberall zusätzlich die wichtigsten lokalen Metriken von fast 80.000 mittelgroßen Unternehmensstandorten. Neben der Zunahme der Suchanfragen um acht Prozent wurde eine deutliche Zunahme an indirekten Ansätzen festgestellt. So wollten Verbraucher beispielsweise vermehrt einen beliebigen Buchladen in der Nähe vorgeschlagen bekommen, statt sich auf eine bestimmte Kette festzulegen.

Die Nutzer klickten zudem 35 Prozent häufiger auf Webseiten oder Anrufoptionen, dafür ließ das Interesse an Anfahrtsbeschreibungen verständlicherweise deutlich nach. Die höchsten Zuwächse bei den Interaktionen gab es in den USA und Großbritannien, während Deutschland stagnierte. Zum Jahresbeginn 2021 zeigte aber auch hier die Kurve nach oben.

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