Ikea Kopenhagen: Übergang in die grüne Zukunft

Die Möbelhauskette Ikea möchte spätestens ab dem Jahr 2030 das Klima positiv statt negativ beeinflussen. Dazu passt die geplante neue Filiale in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen, die unter anderem einen öffentlich zugänglichen Park auf ihrem Dach beheimatet. In Zagreb profitieren E-Commerce-Kunden derweil von einem automatisierten Warenlager.

So soll das neue Ikea in Kopenhagen aussehen (Bild: Ikea)

Der neue dänische Ikea-Standort entsteht direkt im Zentrum von Kopenhagen und wird geplant 2023 eröffnen. Wie bei anderen innerstädtischen Ikea-Läden sollen Kunden dort möglichst nicht mit dem Auto vorfahren. Ikea stellt deshalb über 760 Parkplätze für Fahrräder bereit, zudem befindet sich eine Bahnstation in nächster Nähe. Laut dem gewählten Konzept können Kunden lediglich Artikel direkt mitnehmen, die noch in eine blaue Ikea-Tasche passen. Alle größeren Produkte werden stattdessen taggleich bis zur Haustür geliefert.

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Genug Platz für Fahrräder und Pflanzen (Bild: Ikea)

Die größte Besonderheit der Filiale ist wahrscheinlich das ungewöhnliche Design, das vom örtlichen Architekturstudio Dorte Mandrup entworfen wurde. Zu den Schlüsselelementen gehören neben dem 150 Meter langen Park auf und rund um das Dach drei miteinander verbundene Ladenebenen sowie eine weiße vorhangartige Fassade, die zu 25 Prozent von Grünpflanzen bedeckt ist. Insgesamt werden 250 Bäume und Sträucher gepflanzt. 1.450 Quadratmeter Solarzellen unterstützen die Energieversorgung, die Kühlung der Filiale erfolgt mittels wiederverwendetem Wasser.

Die Einwohner Kopenhagens sollen nicht nur zum Einkaufen vorbeikommen, da zusätzlich zum Park ein Café und ein Restaurant zum Verweilen einladen. Über das Dach gelangen sie zudem problemlos zu Fuß vom südlichen Teil Kopenhagens ins Stadtzentrum – wobei sich ihnen gleichzeitig eine hervorragende Aussicht bietet.

Roboter als Lagerverwalter

Von den Fortschritten bei Ikea Zagreb bekommen Endkunden dagegen weniger mit. Um die wachsende Zahl an Onlinebestellungen einfacher bewältigen zu können, hat das Unternehmen dort sein erstes automatisiertes Lager für kleinere Einrichtungsgegenstände in Betrieb genommen. Funkgesteuerte Mini-Roboter entnehmen die gewünschten Produkte, wodurch sich bis zu vier Mal mehr Artikel aufbewahren lassen als in einem klassischen Ikea-Warenlager. Das Gesamtvolumen steigt um bis zu 60 Prozent. Dabei verbrauchen zehn Roboter gerade einmal so viel Strom wie ein Staubsauger.

Das Ikea-Lager in Zagreb (Bild: Ikea)
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