EHI: Händler fürchten austauschbare KI-Werbung

Künstliche Intelligenz soll das Marketing im Einzelhandel effizienter machen. Gleichzeitig wächst die Sorge, dass automatisch erzeugte Inhalte zu einer austauschbaren Markenkommunikation führen. Das zeigt der Marketing Insights Report 2026 des EHI Retail Institute.

Bei den von den Befragten genannten Chancen von KI entfallen 62,5 Prozent auf Effizienzsteigerungen, Automatisierung und Kostenvorteile. Weitere 37,5 Prozent betreffen datenbasierte Analysen und die Unterstützung von Entscheidungen. Auf der Risikoseite thematisieren 45,2 Prozent der Antworten eine mögliche Austauschbarkeit der Kommunikation oder eine Schwächung der Markenidentität.

Die Prozentwerte beziehen sich auf die ausgewerteten Nennungen und nicht auf den Anteil sämtlicher befragter Unternehmen. Bislang setzen die Händler KI vor allem zur Erstellung von Texten und anderen Marketinginhalten ein. Weitere Einsatzfelder sind Kundenservice, Personalisierung und Angebotssteuerung. Mit der zunehmenden Automatisierung gewinnen nach Einschätzung des EHI Qualitätsstandards und Freigabeprozesse an Bedeutung.

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Auch die Verteilung der Marketingbudgets verändert sich. Eigene Apps, E-Mail-Marketing, Websites und Instore-Werbung bleiben wichtige Kontaktpunkte. Gleichzeitig beschäftigen sich die Händler mit neuen digitalen Kanälen und Möglichkeiten der Kundenansprache.

Für den Report befragte das EHI zwischen Juni und August 2026 Marketingverantwortliche aus 52 deutschen Handelsunternehmen. Diese repräsentieren nach Angaben des Instituts rund 21 Prozent des deutschen Einzelhandelsumsatzes von 2025.

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