Amazon plant weitere Supermärkte

Die Corona-Pandemie hält Amazon nicht davon ab, weiterhin im stationären US-Lebensmittelhandel zu expandieren. Einige Standorte wurden dabei allerdings an die neuen Bedürfnisse angepasst.

Amazon wollte ursprünglich zwei eher klassische Supermärkte unter seinem Logo eröffnen. Aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach der Lieferung von frischen Lebensmitteln erfüllen die kalifornischen Filialen in Woodland Hills und Irvine nun aber vorerst einen anderen Zweck. Temporär dienen sie als Distributionszentren für Onlinebestellungen aus dem Umland. Dadurch könne man zehntausende Konsumenten mehr versorgen, erklärt Amazon.

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Als weitere Standorte für die immer noch unbenannte neue Supermarktkette sind bereits North Hollywood sowie die Chicagoer Vororte Oak Lawn, Schaumburg und Naperville vorgesehen. Wann diese ihren Betrieb aufnehmen und ob sie ebenfalls vorerst zu Distributionszentren werden, ist derzeit nicht bekannt.

Go Grocery bald in Redmond

Derweil plant Amazon einen weiteren Ausbau seines kassenlosen Supermarkt Go Grocery. Bereits auf der eigenen Webseite angekündigt (als „Coming Soon“) wird eine Filiale in Redmond. Diese bezieht dabei eine Fläche, die nach ihrer Insolvenz 2018 von der Handelskette Sears aufgegeben wurde. Unklar ist, ob Amazon die kompletten verfügbaren 19.500 Quadratfuß (ca. 1.800 Quadratmeter) belegt. Damit wäre der Markt deutlich größer als die Pilotfiliale in Seattle mit ihren knapp 966 Quadratmetern.

Amazon könnte bei seinen Plänen stark von den durch die Pandemie vorangetriebenen Insolvenzen klassischer Händler profitieren. Die zu erwartenden Leerstände dürften die Mieten für interessierte Unternehmen in den Keller treiben. Ein dritter Standort von Go Grocery entsteht nach Informationen der „Seattle Times“ in Washington, D.C. Allerdings erfuhr die Zeitung keine weiteren Details.

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