Amazon-Lieferdienst für Supermärkte vor massivem Ausbau?

Britische Kunden beziehen über Amazon Prime bereits Lebensmittel der Supermarktketten Morrisons und Co-Op, die via Amazon Flex noch am gleichen Tag bei ihnen eintreffen. Nun gibt es anscheinend weitreichende Expansionspläne.

Laut „The Information“ soll der sogenannte Amazon Fresh-Marktplatz im nächsten Jahr auch ins restliche Europa und in die USA kommen. Damit würde das Unternehmen in direkte Konkurrenz mit diversen spezialisierten Lieferdiensten treten. Diese haben sich häufig bereits mit klassischen Supermärkten verbündet. Flink wird beispielsweise exklusiv von Rewe mit Waren beliefert, Gorillas hat Artikel der Casino Group und von Tesco im Angebot.

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Zumindest für Gorillas sollen Bestellungen mit kleinerem Warenwert allerdings nicht annähernd profitabel sein, da die Kosten die Einnahmen weit übersteigen. Zusätzlich sind sich viele Fachleute nicht sicher, ob Kunden eine Lieferung innerhalb weniger Minuten ausreichend honorieren. Vielen dürfte eine tagesaktuelle Zustellung genügen. Amazon könnte die Wachstumschancen von Flink, Gorillas & Co. deutlich schmälern, wenn sich attraktive Partner für den Lieferservice begeistern.

Das Unternehmen nahm zu den Expansionsgerüchten allerdings wie gewohnt keine Stellung. Gegenüber “Engadget” wies es aber zumindest deutlich darauf hin, dass das Unternehmen die Partnerschaft mit anderen Lebensmittelhändlern sucht. In Deutschland ist Amazon bereits recht stark mit tegut liiert.

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