Umweltbewusstsein beim Online-Shopping auf dem Vormarsch

Bei deutschen Online-Käufern zählt immer noch vor allem der Preis, wenn sie sich für einen Shop entscheiden. Dieser ist bei 81 Prozent der 16- bis 29-Jährigen sogar das wichtigste Kriterium.

Insgesamt achten 77 Prozent der Online-Käufer zuallererst darauf, wie günstig Produkte angeboten werden. Deshalb verwundert es wenig, dass sich 35 Prozent (16- bis 29-Jährige: 44 Prozent) stark von Rabattaktionen locken lassen. Fast die Hälfte würde für diese sogar ihre Daten zur Verfügung stellen. Das ergab eine repräsentative Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.087 Internetnutzern ab 16 Jahren.

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Insgesamt 52 Prozent kaufen mittlerweile mit dem Smartphone ein, bei den 16- bis 29-Jährigen sind es sogar 81 Prozent. Ganze 94 Prozent aller Internetnutzer ab 16 Jahren shoppen im Netz – das entspricht 55 Millionen Bundesbürgern. Jeder dritte tut dies mindestens einmal in der Woche. Die meisten (93 Prozent) erwerben Kleidung, Schuhe und Accessoires, gefolgt von elektronische Haushaltsgeräten (81 Prozent), Bücher bzw. Hörbücher (79 Prozent), Kosmetikartikel (72 Prozent), Parfum und Pflegeprodukte sowie Möbeln (71 Prozent). Immerhin ein Drittel gibt zu, Erotikartikel online gekauft zu haben.

Rund elf Prozent der bestellten Waren kehren zum Händler zurück. 22 Prozent der Frauen ordern gelegentlich oder sogar regelmäßig Waren, bei denen die Rücksendung bereits einkalkuliert ist – etwa, weil es sich um unterschiedliche Kleidergrößen handelt. Bei den Männern planen 17 Prozent bewusst Retouren ein. Dennoch gibt es ein Umweltbewusstsein: Jeder vierte Online-Shopper (24 Prozent) und sogar fast jede dritte Online-Shopperin (30 Prozent) erklären, aus Gründen des Klimaschutzes grundsätzlich weniger im Internet zu bestellen. Zudem würden 48 Prozent der Online-Shopper und 57 Prozent der Online-Shopperinnen für eine umweltfreundliche Verpackung einen Aufpreis in Kauf zu nehmen. 92 Prozent fordern, dass möglichst viele Produkte in denselben Karton gepackt werden sollen. 84 Prozent monieren, die Kartons seien für die einzelnen Produkte oft viel zu groß.