Ladestationen seltener gratis

Bei den großen Handelsketten sind Ladestationen für E-Autos zunehmend die Norm. So bieten beispielsweise fast drei Viertel (72,2 Prozent) der Lebensmittelhändler diesen Service an – und lediglich bei 5,6 Prozent ist er noch nicht einmal geplant. Allerdings unterscheidet sich das Engagement stark nach Branche.

So haben Baumärkte mit 71,4 Prozent bestehenden und 28,6 Prozent geplanten Ladestationen das Potential, das Lebensmittelsegment als Spitzenreiter abzulösen. Die Möbel- und Warenhäuser haben laut einer aktuellen Untersuchung des EHI zu 42,9 Prozent entsprechende Projekte bereits umgesetzt, 57,1 Prozent haben dies erst noch vor. Modehäuser halten das Angebot dagegen überwiegend (92,9 Prozent) für nicht relevant. Der Rest (7,1 Prozent) hat schon Lademöglichkeiten vor Ort installiert.

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Vermutlich auch angesichts gestiegener Energiepreise können Besucher bei 42 Prozent (Vorjahr: 29 Prozent) der für die Untersuchung befragten Handelsketten grundsätzlich nicht mehr gratis laden. Ihnen gegenüber stehen je 15 Prozent, die entweder für ihre Kundschaft und sogar für alle kostenlosen Strom offerieren. Bei weiteren 26 Prozent erhält die Kundschaft wenigstens einen Rabatt.

Der Strom kommt bei 40 Prozent der Händler zumindest teilweise von Photovoltaik-Anlagen, weitere 30 Prozent haben deren Einsatz geplant. Ein Drittel setzt auf Lastmanagement für das zeitgleiche Laden mehrerer Wagen. Batteriespeicher werden derzeit nirgendwo verwendet.

An der aktuellen Studie des EHI beteiligten sich im Februar 83 Handelsunternehmen (darunter 36 Lebensmitteleinzelhändler) aus dem DACH-Raum. Zudem wurden 37 Betreiber von Shoppingcentern und Fachmarktcentern befragt.

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