Kosmetikkonzerne planen Bewertungssystem für Umwelteffekte

Bei abgepacktem Fleisch können Verbraucher mittlerweile fast überall problemlos erkennen, aus welcher Haltungsform das jeweilige Tier stammte – und sich so nach ihrem eigenen Gewissen entscheiden. Einige der größten Kosmetikkonzerne der Welt wollen nunmehr ein recht ähnliches Modell für ihre Produkte einführen.

Henkel, L’Oréal, LVMH, Natura &Co und Unilever kooperieren weltweit, um gemeinsam ein branchenweites Bewertungs- und Punktesystem für die Umweltauswirkungen von Kosmetik zu entwickeln. Dabei sind Unternehmen jeglicher Größe ausdrücklich eingeladen, sich dem Vorhaben anzuschließen. Am Ende sollen Verbraucher klare, transparente und vergleichbare Informationen auf Basis einer wissenschaftlich fundierten Methodik erhalten.

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Die noch zu erarbeitende Methode erfasst laut der Vision alle Umweltauswirkungen während des gesamten Lebenszyklus der Produkte und stützt sich auf die Grundsätze des „Product Environmental Footprint“ der Europäischen Union. Eine gemeinsame Datenbank soll die Effekte von Standardinhaltsstoffen und Rohmaterialien verzeichnen. Für Verbraucher ist am Ende ein harmonisiertes Punktesystem angedacht, das beispielsweise mit einer Bewertung von A bis E einfache Vergleiche erlaubt. Unabhängige Parteien sollen die Methodik, die Datenbank, das zur Berechnung herangezogene Instrument und das Bewertungssystem überprüfen.

Das für das Vorhaben gegründete Konsortium will sich auch mit externen Experten, darunter Wissenschaftlern, Akademikern und NROs, beraten, um die kontinuierliche Integrität des Ansatzes zu gewährleisten. Die vom Konsortium entwickelte Arbeit wird veröffentlicht und sowohl den Teilnehmern des Konsortiums als auch allen anderen interessierten Parteien auf freiwilliger Basis zugänglich gemacht.

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