Kölner Rewe-Markt wird zum Hybriden

Wenn Kunden in Deutschland bislang kassenlos einkaufen wollen, müssen sie im Allgemeinen die Produkte selbst scannen. Als erster Händler in Deutschland rüstet Rewe nun einen Supermarkt so um, dass auch „Pick & Go“ – also das nahezu vollständig automatisierte Einkaufen – möglich wird.

Dabei sollen Kunden weiterhin problemlos klassisch shoppen können, indem sie Produkte in den Einkaufswagen legen und an den Kassen bezahlen. Alternativ melden sie sich mit einer speziellen App an der Eingangsschranke der Filiale an, nehmen die gewünschten Produkte aus den Regalen und spazieren einfach hinaus. Die Rechnung erhalten sie in der App. Bis normale Verbraucher dies ausprobieren können, vergeht allerdings noch etwas Zeit. Frühestens im Spätsommer wird der Service im Rewe-Markt in der Kölner Zeppelinstraße für alle verfügbar. Vorher prüfen ihn ausgewählte Mitarbeiter im Live-Betrieb auf Herz und Nieren.

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Trigo Vision als Technologiepartner

Das System setzt auf die Lösung von Trigo Vision, bei der Umgebung und dort getätigte Bewegungen in einem 3D-Modell der Filiale abgebildet werden. Intelligente Kameras erfassen die Kunden, ihre Gesichter werden auf den verwendeten Aufnahmen automatisch unkenntlich gemacht. Um Einkäufe dennoch korrekt zuordnen zu können, wird Verbrauchern beim Einchecken eine einzigartige anonymisierte ID zugewiesen. Sensoren in den Regalböden erkennen, welches und wieviel Produkt gerade vom Kunden entnommen wurde. Das Zusammenspiel mit weiteren Komponenten ermöglicht die einfache Mitnahme von Obst und Gemüse oder Tiefkühlprodukten.

“Wir belegen mit diesem Projekt einmal mehr, dass wir beim Thema Einkaufen im Supermarkt hierzulande zu den innovativsten Unternehmen gehören“, erklärt Rewe-Bereichsvorstand Peter Maly. „Das bedeutet aber mehr als reiner Hightech-Fokus. Für uns steht vor allem das Einkaufserlebnis unserer Kundinnen und Kunden und das Feedback unserer Kolleginnen und Kollegen bei der täglichen Arbeit im Markt im Vordergrund.“

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