Gegenwind für Amazon Go in den USA

Eigentlich gelten die Vereinigten Staaten als technikaffin und innovationsfreundlich. Doch auch die dortigen Behörden lassen nicht alles durchgehen, wie nun Amazon erfahren muss. Im Raum steht der Vorwurf der Diskriminierung.

Am Anfang der Probleme für Amazon Go standen New Jersey und Philadelphia. In beiden Städten wurden Gesetze verabschiedet, die Geschäfte verbieten, die kein Bargeld akzeptieren. Dahinter steckt die Sorge um eine mögliche Diskriminierung all derer, die keine Kreditkarten haben und nur über Münzen und Scheine verfügen. Dieser Bann betrifft potentiell auch Amazon Go-Läden, allerdings  betreibt der Internet-Riese in diesen Städten aktuell keine seiner klassenlosen Filialen.

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Gesetzentwurf in San Francisco

Anders sieht es hingegen in San Francisco aus, denn dort gibt es bereits zwei der Läden. Nun denkt die Stadt ebenfalls über ein Verbot von Geschäften nach, die kein Bargeld akzeptierten und somit potentiell Menschen ohne Kreditkarte außen vor lassen. Ein Vertreter der Stadt betonte gegenüber CNBC, dass diese Regelung auch Amazon Go betreffen wird.

„Millionen von Amerikanern haben keine Bankkonten oder fallen anderweitig aus dem bargeldlosen Finanzsystems heraus“, heißt es in dem Gesetzesentwurf. „Einige haben sich bewusst dafür entschieden, außerhalb dieses Systems zu stehen, weil sie um den Datenschutz besorgt sind und nicht wollen, dass jede ihrer Finanztransaktionen von Banken und Kreditkartenunternehmen aufgezeichnet wird; physisches Bargeld bleibt das zugänglichste anonyme Tauschmittel in diesem Land. Andere können möglicherweise nicht am formalen Bankensystem teilnehmen oder wurden gegen ihren Willen aus diesem System ausgeschlossen. Kurz gesagt, die Verweigerung der Fähigkeit, Bargeld als Zahlungsmittel zu verwenden, bedeutet, zu viele Menschen auszuschließen.“

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