Das neue Normal – Wo liegt die Zukunft der Kassensysteme?

Die Pandemie hat unseren Alltag einschneidend verändert. So markiert auch die Öffnung unter bestimmten Auflagen ein neues Normal in vielen Lebensbereichen wie dem Einzelhandel. Gerade beim Point of Sale stehen viele Retailer vor neuen Herausforderungen und Chancen, die Flexibilität verlangen. David Feichter, CPO des Kassensystemherstellers orderbird, sieht in smarten POS-Lösungen den Schlüssel zum Erfolg. Er gibt einen Ausblick auf die Zukunft der Kassensysteme und skizziert die aktuellen Anforderungen.

David Feichter

Nach vielen Monaten voller Restriktionen oder ganzheitlichen Schließungen bringen Lockerungen und Öffnungen Einzelhändler*innen, Dienstleister*innen und Gastronom*innen neue Hoffnung und lassen sie positiv in die Zukunft blicken. Doch die neue Lebensqualität kommt mit einschneidenden Veränderungen, die bisher unbeachtete Anforderungen aufwerfen und ein Zurück zum “Business as usual” unmöglich machen.

Der Point of Sale unterliegt beispielsweise einem andauernden Wandel und profitiert vom Digitalisierungsschub durch die Pandemie. Der Erfolg von cloudbasierten Kassensystemen zeigt, dass die Technologie smarter POS-Lösungen dabei als Schlüssel zum Erfolg gilt – und das nicht nur bei den großen Unternehmen.

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Flexibilität liegt im Trend

Die Pandemie hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig ein flexibel anpassbares Geschäftsmodell ist. Die Kund*innen kommen nicht mehr wegen jeder Kleinigkeit in den Laden, sie bestellen vieles online und holen es dann ab. Hygiene- und Abstandsregelungen sorgen für Zugangsbegrenzungen oder ein Ausweiten der Verkaufsräume an die frische Luft. Damit eine POS-Lösung in all diesen Situationen funktioniert, muss sie neben der stationären Nutzung auch mobil und online einsetzbar sein.

Am einfachsten geht das, wenn alle notwendigen Funktionen in einem Gerät abgedeckt und somit ein dauerhafter Wechsel zwischen Systemen als auch Mehrfach- oder Parallelnutzung vermieden werden. All-in-one-Geräte müssen nicht nur ein Kassensystem mit TSE-Zertifizierung besitzen, sondern auch über Bondrucker, Kartenleser sowie einen Barcode-Scanner verfügen, welcher vor allem für den Einzelhandel sinnvoll ist. Viele unabhängige Einzelhändler*innen arbeiten saisonal oder durchweg mobil. Deshalb ist es wichtig, dass auch Lizenzen und damit die laufenden Kosten flexibel zu managen sind.

Zwei Beispiele: Die Stadtrundfahrten Nürnberg & Fürth setzen das MINI by orderbird bei ihren Fahrten ein und können damit bargeldloses Zahlen und Kassieren an jeder Haltestelle offerieren, wodurch mehr Spontanfahrten und neue Preismodelle möglich werden. Die vegane Eismanufaktur Tribeca Ice Cream nutzt das gleiche System in den Sommermonaten in der stationären Eisdiele sowie beim mobilen Eisbike. Im Winter pausieren hier die Kassenlizenzen, da die Eisversorgung dann über einen Lieferservice erfolgt.

Sicherheit und Hygienekonzepte einfach umsetzbar

Neben den flexiblen Einsatzorten und -möglichkeiten sind vor allem die neuen Hygienekonzepte eine Herausforderung, die für einen sicheren Kund*innenkontakt gemeistert werden müssen. Neben einem genauen Überblick über die Kapazitäten können Reservierungssysteme vor allem im Dienstleistungssektor oder in der Gastronomie einen reibungslosen Ablauf garantieren, indem sie zum Beispiel alle Kontaktdaten sicher und schneller aufnehmen können, als es manuell möglich ist. Den größten Vorteil bietet dabei sicherlich das kontaktlose Bezahlen oder Bestellen über einen QR-Code.

Neben dem Verkaufs- bzw. Einkaufsort kann auch die Schichtplanung der Mitarbeitenden durch smarte Lösungen gemanagt werden, indem sie beispielsweise an verpflichtende Corona-Tests erinnern und die Ergebnisse hinterher sicher verwalten. Zusätzlich ist natürlich auch die Sicherheit der Kund*innen-Daten von entscheidender Bedeutung. Wir bei orderbird setzen beispielsweise bei den smarten Terminals und der entsprechenden Hardware auf geschlossene Systeme, um Hackern keine Chance zu bieten.

Omni-Channel-Management und zusätzliche Apps bieten einen Mehrwert

Neben den Standardfunktionen digitaler POS-Systeme bieten zusätzliche Apps einen weiteren Mehrwert im Vergleich zu herkömmlichen Kassensystemen. Coupons können digital gespeichert und Kund*innen so automatisch an der Kasse an diese erinnert werden. Auch administrative Aufgaben lassen sich direkt einbinden, zum Beispiel durch eine Anbindung zum Online-Shop oder durch Backoffice-Administration beispielsweise für eine Schnittstelle mit der Steuerberatung.

Wer heutzutage mithalten will, darf sich nicht mehr nur auf den guten Ruf oder seine Laufkundschaft verlassen, sondern sollte möglichst auf allen Kanälen präsent sein. Ein Zusammenspiel aus Offline- und Online-Präsenz kann die Kommunikation mit den Kund*innen sowie das Einkaufserlebnis verbessern. Durch Omnichannel-Management wird unter anderem eine Anbindung an Social Media, Messenger-Dienste, die eigene Website oder Google ermöglicht, um beispielsweise vor dem Besuch über Angebote zu informieren, die Einkaufserfahrung selbst zu optimieren und den Besuch anschließend zu bewerten.

Ein System für alles

Die aktuellen Entwicklungen zeigen, dass die Digitalisierung auch für den Einzelhandel, Dienstleistungen und die Gastronomie einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil verschafft. Vor allem kleine und mittlere Retailer können sich dank der technologischen, administrativen und finanzökonomischen Vorteile der smarten POS-Lösungen selbst gegen große Unternehmen behaupten.

Anstelle von vielen getrennten Systemen bieten Kassensysteme der Zukunft ganzheitliche Lösungen, sodass Einzelhändler*innen, Dienstleister*innen und Gastronom*innen auf ein System für alles setzen sollten. Starre Geschäftsmodelle behindern auch abgesehen von einer Pandemie das Wachstum, sodass auch künftig weiterhin über den Tellerrand geschaut werde sollte. Denn bei Kassensystemen führt Flexibilität zum Ziel.

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