Der Streit um die geplante Übernahme von Ceconomy durch JD.com verschärft sich. China untersagt heimischen Organisationen die Zusammenarbeit mit Teilen der EU-Untersuchung. Gleichzeitig hat JD.com Brüssel Zugeständnisse angeboten.

China greift in die europäische Prüfung der geplanten Ceconomy-Übernahme ein. Das chinesische Justizministerium hat Unternehmen und andere Organisationen im Land angewiesen, bestimmte Informationsanforderungen der Europäischen Kommission nicht zu erfüllen oder zu unterstützen. Peking wirft Brüssel eine unzulässige extraterritoriale Anwendung europäischen Rechts vor.
Die Kommission untersucht die Übernahme nach der EU-Verordnung über drittstaatliche Subventionen. Bereits im Mai hatte Brüssel eine vertiefte Prüfung des Ceconomy-Deals eingeleitet. Die Behörde will klären, ob staatliche Vorteile JD.com einen Wettbewerbsvorteil bei der Übernahme verschafft haben könnten.
JD.com bestreitet, dass der Kauf mit wettbewerbsverzerrenden chinesischen Subventionen finanziert wird. Am 20. August meldete der Konzern dennoch Abhilfemaßnahmen bei der EU an. Welche Zugeständnisse er anbietet, ist bislang nicht öffentlich bekannt.
Der chinesische Onlinehändler hatte im vergangenen Jahr ein Übernahmeangebot für Ceconomy vorgelegt und sich später mehr als 70 Prozent der Stimmrechte gesichert. Ceconomy kontrolliert mit MediaMarkt und Saturn eines der größten europäischen Elektronikhandelsnetze.















