Amazon öffnet Checkout für PayPal-Ratenzahlung

Amazon integriert erstmals eine Zahlungsoption von PayPal direkt in seinen deutschen und österreichischen Checkout. Ab August können ausgewählte Einkäufe über Laufzeiten von bis zu vier Jahren finanziert werden.

Die PayPal-Ratenzahlung soll in den kommenden Wochen schrittweise auf Amazon.de und in der Amazon-App erscheinen. Das Angebot gilt für berechtigte Einkäufe zwischen 30 und 10.000 Euro. Zur Auswahl stehen Laufzeiten von drei, sechs, zwölf und 24 Monaten. Ausschließlich bei Amazon bietet PayPal zusätzlich Finanzierungen über 36 und 48 Monate an.

Damit endet eine auffällige Lücke im Zahlungsangebot des Onlinehändlers. PayPal konnte bei Amazon bislang nicht direkt verwendet werden, obwohl der Dienst im deutschen Onlinehandel weit verbreitet ist. Die neue Kooperation beschränkt sich allerdings auf die Ratenzahlung. Eine gewöhnliche Bezahlung des gesamten Kaufpreises über PayPal wurde nicht angekündigt.

Anzeige

Außerhalb ausgewählter Aktionsangebote ist die Finanzierung vergleichsweise teuer. PayPal verlangt bei allen Laufzeiten einen effektiven Jahreszins von 11,49 Prozent. Bei einem Darlehen über 1.000 Euro und zwölf Monaten summieren sich die Raten laut repräsentativem Beispiel auf 1.059,94 Euro. Für einzelne Produkte sollen zeitweise Finanzierungen ohne Zinsen angeboten werden.

Vorausgesetzt werden ein deutsches oder österreichisches PayPal-Konto und eine erfolgreiche Bonitätsprüfung. Die Raten werden vom hinterlegten Bankkonto oder von einer Debitkarte eingezogen. Sonderzahlungen und eine vorzeitige vollständige Rückzahlung sollen ohne zusätzliche Kosten möglich sein.

Amazon tritt bei dem Angebot als Kreditvermittler auf, während PayPal das Darlehen vergibt. Für PayPal ist die Integration vor allem wegen der Reichweite bedeutsam: Nach Unternehmensangaben besitzen in Deutschland und Österreich zusammen mehr als 40 Millionen Menschen ein PayPal-Konto. Wie viele davon tatsächlich für eine Finanzierung zugelassen werden, bleibt offen.