Konsumenten wollen Produktfinder fürs Geschäft

Die deutschen Verbraucher sind durchaus offen für Technologien im Einzelhandel. Allerdings akzeptieren sie dabei nicht jede Anwendung bedenkenlos. Ein digitaler Wegweiser durch das Geschäft kommt deshalb beispielsweise deutlich besser an als ein Smart Mirror in der Umkleidekabine.

Best Retail Cases Award-Gewinner locandis hatte mit seiner In-Store-Navigation für WIGGI hagebaumarkt anscheinend den richtigen Riecher (Bild: locandis)

Laut dem aktuellen Consumer Barometer von IFH KÖLN und KPMG können sich rund zwei Drittel der dafür befragten Internetnutzer vorstellen, sich von ihrem Smartphone zu Produkten führen zu lassen. Fast ebenso interessiert (63 Prozent) zeigten sie sich an kassenlosen Supermärkten. Auf deutlich mehr Zustimmung als Ablehnung treffen auch allgemeine Angebote und Aktionen, die während des Einkaufs auf dem Smartphone angezeigt werden.

Die Nutzung eines digitalen Spiegels in der Umkleidekabine können sich 51 Prozent und damit eine leichte Mehrheit dagegen nicht vorstellen. Skeptischer sind die Verbraucher gegenüber aktiven Displays, die leuchtend auf Produkte aufmerksam machen sowie Beratungen durch KI bzw. mobilen Roboter.

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Scannen ist Standard

Die meisten Befragten nutzen entweder bereits mobile Selbstscanner/Handscanner (61 Prozent) oder können sich dies zumindest vorstellen (24 Prozent). Über die Hälfte verwendet zudem das Smartphone, um durch einen Scan mehr über ein Produkt zu erfahren. Jeweils 29 Prozent haben schon einmal Produkte zwecks mobiler Bezahlung gescannt und/oder nutzen digitale Displays im Geschäft für Informationen und Empfehlungen. Technologiegestützte Produktempfehlungen auf Basis persönlicher Informationen und die ebenfalls technologiegestützte Analyse der Passform aufgrund von Körpermaßen stoßen bei fast einem Drittel auf absolute Ablehnung. Etwas mehr als jede/r Fünfte hat sie bereits verwendet.

Die Ablehnung gegenüber neuen Technologien basiert primär auf zwei Faktoren. Zum einen sehen die entsprechenden Kunden momentan keinen Mehrwert für sich, zum anderen wollen sie eine Überwachung ihres (Konsum-)Verhaltens vermeiden. Die Verbraucher erhoffen sich auf der anderen Seite ein unkomplizierteres Suchen und Finden von Produkten (51 Prozent), eine einfachere Zahlungsabwicklung (48 Prozent) und bessere Preise/Preisvorteile (41 Prozent).

Das Consumer Barometer ist hier als PDF verfügbar.

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