GameStop baut Druck auf Ebay weiter aus

GameStop hält inzwischen 9,8 Prozent der Ebay-Aktien und ist damit zu einem der größten Anteilseigner aufgestiegen. Der Spielehändler verfolgt weiter sein Ziel, die wesentlich größere Handelsplattform zu übernehmen.

Aus einer US-Börsenmitteilung geht hervor, dass GameStop 43,4 Millionen Ebay-Aktien kontrolliert. Im Mai hatte das Unternehmen erst eine wirtschaftliche Beteiligung von rund fünf Prozent offengelegt. Ein Teil der Position bestand damals aus Derivaten, die inzwischen in Aktien umgewandelt oder durch Aktienkäufe ergänzt wurden.

GameStop hatte Ebay Anfang Mai ein unverbindliches Übernahmeangebot von 125 US-Dollar je Aktie vorgelegt. Der Vorschlag bewertete Ebay mit rund 55 bis 56 Milliarden US-Dollar. Die Hälfte des Kaufpreises sollte in bar, die andere Hälfte in GameStop-Aktien gezahlt werden.

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Der Ebay-Verwaltungsrat wies das Angebot als weder glaubwürdig noch attraktiv zurück. Zweifel bestehen vor allem an der Finanzierung. GameStop ist selbst deutlich kleiner als Ebay und verfügte nicht über genügend eigene Mittel, um den Baranteil vollständig zu finanzieren. Eine unverbindliche Kreditzusage über bis zu 20 Milliarden US-Dollar war zudem an Bedingungen geknüpft.

GameStop-Chef Ryan Cohen hält dennoch an der Übernahmeidee fest. Er will Filialen des Spielehändlers als Logistikstandorte nutzen und Ebay stärker gegen Amazon positionieren. Nach eigenen Angaben ist Cohen bereit, 500 Millionen US-Dollar aus seinem Privatvermögen zu investieren.

Mit dem Ausbau des Aktienpakets gewinnt GameStop bei einer möglichen Abstimmung mehr Einfluss. Eine Übernahme folgt daraus jedoch nicht automatisch. Auch mit knapp zehn Prozent kann das Unternehmen weder die Kontrolle übernehmen noch Ebay zu Verhandlungen zwingen. Die Beteiligung erhöht vielmehr den finanziellen Einsatz in einer Auseinandersetzung, deren Ausgang und Finanzierung weiter offen sind.

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