EU verhängt Rekordstrafe gegen AliExpress

Die Europäische Kommission hat AliExpress mit einer Geldbuße von 550 Millionen Euro belegt. Die Plattform habe Risiken durch illegale, unsichere und gefälschte Produkte nicht ausreichend begrenzt.

Es handelt sich nach Angaben der Kommission um die bislang höchste Strafe nach dem Digital Services Act. Die EU-Behörde wirft AliExpress vor, systemische Risiken auf seinem Marktplatz weder sorgfältig genug untersucht noch wirksam reduziert zu haben. Betroffen sind unter anderem gefälschte Kleidung, unsichere Spielzeuge und gesundheitsgefährdende Kosmetikprodukte.

Die Untersuchung war im März 2024 eröffnet worden. Nach der nun veröffentlichten Entscheidung setzte AliExpress zu wenig Personal für die Prüfung von Produkten und Händlern ein. Zudem seien Maßnahmen gegen wiederholt auffällige Verkäufer nicht konsequent umgesetzt worden. Auch Empfehlungssysteme hätten zur Verbreitung problematischer Angebote beigetragen.

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Die Kommission beanstandet außerdem, dass gemeldete Produkte teilweise weiterhin erreichbar waren. Damit reicht es für große Plattformen nicht aus, einzelne Angebote nach Beschwerden zu entfernen. Sie müssen nach dem Digital Services Act auch wiederkehrende Risiken analysieren und Strukturen schaffen, die illegale Angebote frühzeitig begrenzen.

AliExpress muss bis zum 20. Oktober 2026 einen Maßnahmenplan vorlegen. Werden die festgestellten Verstöße nicht beseitigt, sind weitere Sanktionen möglich. Die Plattform hält die Höhe der Geldbuße für unverhältnismäßig und verweist auf bereits vorgenommene Verbesserungen.

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