Die Drogeriekette Rossmann bereitet den Einstieg in den Apothekenversand vor. Die dafür gegründete Rossmann-Apotheke B.V. soll Ende 2026 aus dem grenznahen Emmen in den Niederlanden starten. Kunden werden dort auch E-Rezepte einlösen können, soweit dies rechtlich und regulatorisch zulässig ist.

Der Konzern will das neue Angebot eng mit seiner App verbinden. Sie zählt nach Unternehmensangaben mehr als zwölf Millionen aktive Nutzer und soll zur zentralen Schnittstelle für die Versandapotheke werden. Rossmann setzt damit auf einen bestehenden digitalen Kundenkanal, statt das Apothekenangebot isoliert aufzubauen.
Der Schritt verschärft den Wettbewerb mit dm. Der Karlsruher Rivale hatte seine Versandapotheke dm-med bereits im Dezember 2025 gestartet und zunächst auf rezeptfreie Medikamente sowie apothekennahe Gesundheitsprodukte ausgerichtet. Rossmann setzt später an, stellt aber die eigene App und die mögliche Einbindung von E-Rezepten stärker in den Mittelpunkt.
Das Sortiment soll Arzneimittel und apothekennahe Gesundheitsprodukte umfassen. Parallel zum Aufbau sucht Rossmann bereits nach Mitarbeitern für das neue Geschäftsfeld. Zudem befindet sich das Unternehmen nach eigenen Angaben im Austausch mit Partnern aus Gesundheits- und Pharmaindustrie.












