Scandit automatisiert Altersprüfung am Self-Checkout

Scandit steigt mit einer neuen Lösung in die automatisierte Altersprüfung am Self-Checkout ein. „Age Verified Self-Checkout“ soll Käufe altersbeschränkter Produkte wie Alkohol, Tabak oder Medikamente ohne manuelle Freigabe durch Mitarbeiter ermöglichen. Der Anbieter adressiert damit einen der häufigsten Reibungspunkte an Selbstbedienungskassen.

(Bild: scandit)

Der Ablauf beginnt am Self-Checkout-Terminal. Sobald ein altersbeschränktes Produkt gescannt wird, erscheint am Kiosk ein QR-Code. Kunden scannen ihn mit dem eigenen Smartphone und öffnen eine Verifizierungsseite im Browser. Ein App-Download ist nach Angaben von Scandit nicht nötig.

Im ersten Schritt nimmt der Kunde ein Selfie auf. Die Altersprüfung erfolgt über Vision AI direkt auf dem Gerät. Liegt die Altersschätzung oberhalb des vom Händler festgelegten Schwellenwerts, wird der Kaufvorgang automatisch fortgesetzt. Fällt die Schätzung darunter, fordert das System zusätzlich einen Ausweis-Scan an. Die Ausweisdaten werden ebenfalls auf dem Gerät gelesen und mit dem Selfie abgeglichen. An den Kiosk wird nur ein Pass- oder Fail-Signal übermittelt.

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Scandit nennt mehrere Leistungswerte, die aber als Anbieterangaben einzuordnen sind. Demnach sollen 80 Prozent der Altersprüfungen automatisch in Sekunden abgeschlossen werden. Für Kunden sei die Prüfung sechsmal schneller als bisherige Verfahren. Über eine gesamte Self-Checkout-Flotte hinweg verweist Scandit auf fünf Prozent mehr Transaktionen, weil weniger Eingriffe durch Personal nötig seien und Warteschlangen kürzer ausfallen könnten.

Die Lösung ist für Händler mit hohen Self-Checkout-Volumina und häufigen Altersprüfungen ausgelegt. Scandit nennt vor allem Lebensmittelhandel, Supermärkte, Tankstellen und Convenience-Formate. Gerade dort verzögern manuelle Freigaben den Ablauf, weil Mitarbeiter an die Kasse kommen müssen, obwohl der übrige Kaufprozess automatisiert ist.

Scandit betont, dass die Verarbeitung vollständig auf dem Smartphone stattfindet. Biometrische Daten oder Ausweisdaten würden weder an Scandit noch an Händler übertragen oder gespeichert. Das Unternehmen verweist zudem auf Standards und Zertifizierungen wie DSGVO, CCPA, ISO/IEC 27566-1, ISO 27001 und UKAS Challenge 25.

Ein konkreter Händlerkunde wird in der Mitteilung nicht genannt. Damit bleibt die Ankündigung zunächst ein Produktstart, kein Rollout-Case.

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