Farfetch macht Live-Shopping exklusiv

Die Luxusplattform Farfetch erweitert ihr Angebot für besonders umsatzstarke Kunden um exklusive Livestream-Events. Mit „Farfetch Live“ will das Unternehmen ausgewählte Produkte aus den Bereichen Uhren, Schmuck und Accessoires in digitalen Beratungsformaten präsentieren, die ausschließlich registrierten Privatkunden mit Sonderstatus zugänglich sind.

(Bild: Farfetch)

Das Konzept unterscheidet sich von klassischen Live-Shopping-Formaten, die häufig auf hohe Reichweiten, Rabattaktionen oder spontane Kaufanreize setzen. Stattdessen plant Farfetch moderierte Gesprächsformate mit Marken- und Produktexperten, die Hintergründe zu Herkunft, Handwerkskunst und Besonderheiten ausgewählter Luxusartikel vermitteln sollen. Während der Übertragung können Teilnehmer die präsentierten Produkte direkt erwerben.

Mit dem Schritt reagiert Farfetch auf einen Trend, der im Luxussegment seit einigen Jahren an Bedeutung gewinnt. Viele Marken und Händler investieren verstärkt in digitale Formen des sogenannten Clientelings, also in individuelle Betreuung und Beratung besonders wertvoller Kunden. Dabei geht es weniger um den unmittelbaren Verkauf als um langfristige Kundenbindung und exklusive Einkaufserlebnisse.

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Die Auswahl der Produkte unterstreicht diese Ausrichtung. Nach Angaben des Unternehmens sollen künftige Veranstaltungen seltene Uhrenmodelle, limitierte Schmuckkollektionen sowie begehrte Accessoires von Luxusmarken wie Hermès in den Mittelpunkt stellen. Der Zugang bleibt dabei auf den Kreis der Farfetch-Privatkunden beschränkt.

Live-Commerce hat sich weltweit unterschiedlich entwickelt. Während das Format in China seit Jahren zu den etablierten Vertriebskanälen im Onlinehandel gehört und dort regelmäßig hohe Umsätze erzielt, blieb die Entwicklung in Europa und Nordamerika bislang deutlich verhaltener. Viele Händler experimentierten mit Livestreams, konnten jedoch nicht dieselbe Reichweite und Kaufbereitschaft erzielen wie asiatische Anbieter.

Farfetch verfolgt deshalb einen anderen Ansatz. Statt möglichst viele Käufer gleichzeitig anzusprechen, konzentriert sich das Unternehmen auf eine kleine Zielgruppe mit hoher Kaufkraft. Die Livestreams dienen dabei nicht nur als Verkaufskanal, sondern auch als digitale Erweiterung persönlicher Beratungsleistungen.

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