Eine aktuelle internationale Befragung von Akeneo zeigt: Für Kaufentscheidungen zählt weniger die neueste Technologie als verlässliche und transparente Produktinformationen. Rund 1.800 Konsumenten aus acht Ländern – darunter Deutschland – wurden zu ihren Erwartungen im Handel befragt.

Die Ergebnisse verdeutlichen eine deutliche Lücke zwischen Anspruch und Realität. Zwei Drittel der Befragten haben schon mindestens einmal einen Kauf abgebrochen, weil Produktinformationen fehlten oder ungenau waren. 40 % gaben an, im vergangenen Jahr Produkte aufgrund falscher Angaben zurückgeschickt zu haben. Retouren verursachen damit nicht nur Kosten, sondern untergraben auch das Vertrauen in die Marke.
Gleichzeitig zeigt sich, dass Konsumenten bereit sind, für bessere Inhalte tiefer in die Tasche zu greifen. Laut Studie würden Käufer im Schnitt 25 bis 30 % mehr bezahlen, wenn die Angaben vollständig, klar und relevant sind. Besonders gefragt sind Informationen zu Nachhaltigkeit, Herkunft oder Lieferketten. Fast die Hälfte der Befragten betont, dass die Werte einer Marke bei der Kaufentscheidung eine wichtige Rolle spielen.
Personalisierung wirkt sich ebenfalls stark aus. Mehr als die Hälfte der Verbraucher gab an, dass individuell zugeschnittene Erlebnisse ihre Loyalität erhöhen. Voraussetzung ist jedoch eine konsistente Datenbasis: 76 % der Konsumenten nutzen mehrere Kanäle vor einem Kauf. Unterschiede zwischen Online- und Offline-Informationen können Vertrauen sofort untergraben.
Die Untersuchung macht auch Unterschiede in der Wahrnehmung deutlich: In Deutschland etwa starten 33 % ihre Recherche auf Online-Marktplätzen wie Amazon oder Zalando, doch nur rund die Hälfte der Befragten hält die dort gezeigten Angaben für glaubwürdig. 69 % der deutschen Teilnehmer haben schon einmal einen Kauf wegen unvollständiger Informationen abgebrochen.
Die Botschaft ist eindeutig: Wer Käufer überzeugen will, muss nicht nur über Kanäle hinweg konsistente Daten liefern, sondern auch transparent kommunizieren, wofür ein Produkt und die Marke stehen. Vertrauen entsteht weniger durch Reichweite, sondern durch nachvollziehbare und belastbare Informationen.













