Gero Furchheim neuer Präsident von Ecommerce Europe

Gero Furchheim ist einstimmig zum neuen Präsidenten von Ecommerce Europe gewählt worden. Der Vorstand des europäischen Branchenverbands entschied sich für den Deutschen, der damit die Nachfolge des Niederländers Wijnand Jongen antritt. Furchheim wird zudem weiterhin seine ehrenamtliche Rolle als Präsident des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh) ausüben und in dieser Doppelrolle sowohl die deutschen als auch die europäischen Interessen der Branche vertreten.

Gero Furchheim, neuer Präsident von Ecommerce Europe
(Bild: bevh / Michael Gueth)

„Ein starker Verband muss Brücken zwischen der EU und den nationalen Ebenen bauen“, betonte Furchheim in seiner Antrittsrede. Besonders die Herausforderungen für kleine und mittlere Unternehmen will er in politische Diskussionen einbringen. Diese würden oft durch bürokratische Hürden und unfaire Konkurrenz mit Plattformen aus Drittstaaten benachteiligt.

Drei zentrale Punkte stehen im Fokus seiner Amtszeit: Erstens fordert Furchheim eine stärkere Durchsetzung bestehender Regeln, um Plattformen aus Drittstaaten an fairen Wettbewerb zu binden, anstatt neue Gesetze zu erlassen. Zweitens müssten die bürokratischen Hindernisse im europäischen Binnenmarkt abgebaut werden, da diese kleinere Händler häufig davon abhalten, grenzüberschreitend aktiv zu werden. Drittens plädiert er für gleiche Regeln für digitale und stationäre Verkaufsplattformen, damit Verbraucher reibungslos zwischen analogen und digitalen Kanälen wechseln können.

Anzeige

Abschließend sprach Furchheim seinem Vorgänger Wijnand Jongen Dank aus, der den Verband seit 2020 entscheidend geprägt hatte. Jongen hatte unter anderem die Fusion von Ecommerce Europe mit EMOTA vorangetrieben und damit den Weg für eine stärkere einheitliche Stimme des digitalen Handels in Europa geebnet.

STARTSEITE