Fünf Veränderungen im Einzelhandel, die Corona überdauern

Während der Pandemie haben Einzelhändler ihre Digitalisierung schnell vorangetrieben und damit die Basis für ein „New Normal“ geschaffen. Viele Veränderungen der vergangenen Monate werden nicht einfach wieder verschwinden. Welche Trends dauerhaft sind, hat Scandit, ein Anbieter von Mobile-Computer-Vision- und Augmented-Reality-Lösungen, aus seiner Sicht zusammengefasst.

Der Einzelhandel zählt zu den am schwersten von Corona betroffenen Branchen, weil Geschäfte lange schließen mussten und Verbraucher zunehmend Online-Shopping, Click & Collect oder Scan & Go nutzen. Viele Händler stellten sich schnell auf die Verkaufsbeschränkungen und das veränderte Kundenverhalten ein und beschleunigten ihre digitale Transformation massiv. Veränderungen, die sonst Jahre gebraucht hätten, fanden in wenigen Wochen und Monaten statt. Langfristig sollen diese fünf den Handel prägen.

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Der hohe Online-Anteil bleibt

Die wichtigste Veränderung im Einzelhandel durch die Pandemie war die Verschiebung hin zum Online-Kanal. Zu diesem zählt nicht nur das klassische Online-Shopping, das quer durch alle Bevölkerungsgruppen einen massiven Schub erhielt und das viele Händler direkt aus ihrem Ladengeschäft abwickelten – häufig schufen sie auch neue Angebote wie Click & Collect. Sie erweiterten ihre Geschäfte zu Fulfillment-Centern und standen vor großen Herausforderungen bei der Auftragsabwicklung und dem Bestandsmanagement.

Mit bewährten Technologien wie beispielsweise Smartphone-Scanning können Händler die neuen Kommissionierungsprozesse einfacher und effizienter abwickeln, Bestellungen schneller bearbeiten, Lieferketten optimieren und die Kosten gering halten.

Single-Device-Strategien werden zur Norm

Durch den höheren Online-Anteil am Geschäft haben sich die Aufgaben vieler Mitarbeiter im Einzelhandel verändert, sie übernehmen zusätzliche Kommissionierungs- und Lagerarbeiten. Mitarbeiter müssen Produkte schnell finden, Bestandsinformationen in Echtzeit abrufen und Bestellungen binnen Sekunden identifizieren und sortieren – und das am besten mit einem einzigen Gerät.

Smartphones hätten sich dafür nach Ansicht von Scandit als optimale Lösung herausgestellt, weil sie leistungsstark und intuitiv zu bedienen sind. Egal, ob Händler auf BYOD (Bring Your Own Device) oder COPE-Smartphones (Corporate Owned, Personally Enabled) setzten: Seien die Geräte den Mitarbeitern fest zugeordnet, könnten sie Hygieneanforderungen besser erfüllen als mit Barcode-Scannern, die sich alle Kollegen teilen.

Kunden wünschen kontaktlosen Einkauf

Trotz Abstands- und Hygieneregeln stehen viele Verbraucher dem Besuch von Ladengeschäften noch skeptisch gegenüber. Mit Self-Scanning und Self-Checkout können Händler allerdings die Zahl der Personenkontakte reduzieren und die Aufenthaltsdauer im Geschäft minimieren. So schützen sie die Gesundheit von Kunden und Mitarbeitern und stärken das Vertrauen in den Einkauf vor Ort. Zudem schätzen Kunden das Einkaufserlebnis und die Zeitersparnis an der Kasse und wollen deshalb auch nach der Pandemie weiter kontaktlos einkaufen.

Weitere Nachfragespitzen sind wahrscheinlich

Der große Nachfrageschub beim Online-Shopping war für Einzelhändler eine Herausforderung und hat zu neuen Online-Angeboten sowie neuen Abläufen geführt. Viele Händler sind nun besser auf plötzliche Nachfragespitzen und Veränderungen im Einkaufsverhalten von Kunden eingestellt. Das ist wichtig, da die Krise noch nicht vorbei ist und weitere Nachfragespitzen wahrscheinlich sind. Zudem wird es auch nach der Pandemie durch saisonale Schwankungen, das Weihnachtsgeschäft oder Sonderangebote immer wieder zu einem Kundenansturm kommen.

Mit digitalen Lösungen wie scanfähigen Smartphones für die Mitarbeiter seien Händler laut Scandit darauf vorbereitet und wickelten deutlich größere als die üblichen Auftragszahlen ab. Weil Aushilfen und Saisonarbeiter ihre eigenen Smartphones nutzen könnten, entfielen Geräteneuanschaffungen und Geräteeinweisungen.

Kunden erwarten digitale Einkaufserlebnisse im Laden

Durch die Pandemie haben sich die Erwartungen und Vorlieben von Verbrauchern beim Einkauf vor Ort verändert. Sie wünschen sich auch im Ladengeschäft einen einfachen und schnellen Zugriff auf Produktinformationen, Tests und Empfehlungen – ganz so, wie sie das vom Online-Shopping kennen. Mit mobilen Apps, die Barcode-Scanning und Augmented Reality unterstützen, bieten Händler ihnen solche Omnichannel-Erfahrungen und bringen Online-Einkaufserlebnisse ins Ladengeschäft.

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