Digitale Frischetheken, intelligente Einkaufswagen und ultraschnelle Ladesäulen verändern die Abläufe im stationären Handel. Bei den Best Retail Cases Awards 2026 stehen in den Kategorien „Retail Technology“ und „Retail Store Concept | Design“ entsprechende Anwendungen ebenso zur Wahl wie digitale Marktplanung und neue Ladenkonzepte.
Self-Service Bestellung an der Frischetheke: Das EDEKA EasyOrder Terminal
(eyefactive / EDEKA Jensen)

Bei EDEKA Jensen in Uetersen können Kunden Fleisch und Wurst an einem Touchscreen bestellen, statt an der Frischetheke zu warten. Das EasyOrder-Terminal von eyefactive druckt einen Bestellbeleg aus und übermittelt den Auftrag an das Thekenteam. Während die Ware zusammengestellt wird, können Kunden ihren Einkauf fortsetzen. Die Abholung erfolgt anschließend im Selbstbedienungsbereich, bezahlt wird wie gewohnt an der Kasse. Das seit Dezember 2025 eingesetzte System soll insbesondere zu Stoßzeiten das Personal entlasten.
Attraktives HPC-Laden, wo andere Anbieter Lücken hinterlassen – JOLT Energy
(JOLT Energy / REWE und Vinzenzmurr)

An einem Standort von REWE und Vinzenzmurr in München hat JOLT Energy zwei Schnellladeplätze eingerichtet, obwohl die verfügbare Netzleistung begrenzt ist und kein Platz für eine Trafostation besteht. Möglich macht dies ein Batteriespeicher, der Ladeleistungen von mindestens 300 Kilowatt unterstützt. Alle fünf vorhandenen Parkplätze bleiben erhalten. JOLT finanziert und betreibt die Anlage selbst, während der Handelsstandort eine vereinbarte Miete erhält. Ein integriertes Werbedisplay bietet zusätzliche Vermarktungsmöglichkeiten.
Ein vernetztes Self-Checkout-Ökosystem bei famila Nordost
(shopreme / famila Nordost)

famila Nordost verbindet unterschiedliche Self-Checkout-Verfahren über eine gemeinsame Plattform von shopreme. Kunden können ihre Waren mit Handscannern oder intelligenten Einkaufswagen erfassen und dabei dieselbe famila-App nutzen. Auch Coupons, Kundenbindungsangebote und digitale Werbung sind eingebunden. Die gemeinsam mit Hanshow und Bela IT entwickelte Smart-Cart-Lösung ergänzt die bestehende Infrastruktur. Nach Projektangaben kommen Handscanner in zehn Märkten und Smart Carts in drei Märkten zum Einsatz. Mitarbeiter verwalten die Geräte über eine zentrale Anwendung.
Wie HORNBACH mit Perspectix die Planung von Baumärkten digitalisiert
(Perspectix AG / HORNBACH)

HORNBACH hat die Planung seiner Bau- und Gartenmärkte auf eine dreidimensionale Softwarelösung von Perspectix umgestellt. Innerhalb von 14 Monaten wurden rund 10.000 bestehende Regalplanungen und 1.200 Warenträgertypen in das neue System übertragen. Die Plattform verbindet Gebäudeplanung, Artikeldaten und Warenplatzierung. Verantwortliche aus Zentrale und Märkten können Entwürfe gemeinsam prüfen und Änderungen abstimmen, bevor diese auf der Verkaufsfläche umgesetzt werden. Nach Projektangaben nutzen rund 3.800 Mitarbeiter die webbasierte Lösung.
Tchai Tchi: Turning Brand Energy into a Multisensory Experience at EuroShop 2026
(Tchai / Tchai – Eigenprojekt)

Das Designstudio Tchai präsentierte auf der EuroShop 2026 in Düsseldorf eine Markenwelt, die bewusst auf eine ruhige Atmosphäre setzte. Im Mittelpunkt stand das eigens entwickelte Getränk „Tchai Tchi Juice“. Produkt, Verpackung, Raumgestaltung und Kampagne folgten einem gemeinsamen Gestaltungskonzept. Tchai übernahm sämtliche Schritte von der Strategie bis zum Aufbau selbst. Eine anonyme Besuchermessung lieferte Daten zur Nutzung des Messestands. Das Konzept erhielt auf der EuroShop einen Silber-Award in der Kategorie Best Design Large.















