GfK-Studie sieht wachsende Offenheit für digitale und KI-basierte Zahlungsverfahren

Die GfK hat in der neuen Studie „Mastercard Payment Pulse 2025“ untersucht, wie sich das Zahlungsverhalten in Deutschland verändert. Die Ergebnisse zeigen einen deutlichen Trend zu digitalen, mobilen und biometrischen Verfahren, die für viele Menschen im Alltag inzwischen selbstverständlich geworden sind.

Laut Studie zahlen neun von zehn Menschen in Deutschland heute bevorzugt digital oder erwarten entsprechende Angebote im Handel. Besonders ausgeprägt ist diese Erwartung bei jüngeren Zielgruppen: 96 Prozent der 18- bis 29-Jährigen setzen digitale Optionen voraus, zwei Drittel dieser Altersgruppe haben bereits ein Geschäft verlassen, wenn kein solches Angebot verfügbar war. Auch die Nutzung kontaktloser Verfahren ist fest etabliert. 69 Prozent der Befragten zahlen regelmäßig kontaktlos, und mehr als drei Viertel davon mindestens einmal pro Woche. Ein Drittel der Bevölkerung nutzt inzwischen Smartphone oder Smartwatch an der Kasse, bei jungen Menschen steigt der Anteil auf über 57 Prozent.

Zugleich wächst die Bereitschaft, biometrische Merkmale für Zahlungen zu verwenden. 33 Prozent der Befragten haben Fingerabdruck oder Gesichtserkennung bereits genutzt, in der Generation Z ist es mehr als die Hälfte. Vor drei Jahren lag der Anteil noch bei 26 Prozent. Auch Selbstbedienungskassen sind weitgehend akzeptiert. 77 Prozent der Befragten nutzen sie, wünschen sich aber zusätzliche Komfortfunktionen wie das Scannen des gesamten Warenkorbs oder eine automatisierte Altersverifikation.

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Ein weiterer Schwerpunkt der Studie betrifft die Rolle künstlicher Intelligenz beim Einkaufen. 39 Prozent der Verbraucher haben KI bereits genutzt oder können sich vorstellen, Online-Einkäufe von KI-Agenten erledigen zu lassen. In der Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen steigt dieser Wert auf 56 Prozent, in Berlin sogar auf 61 Prozent. Ein Viertel der Bevölkerung erwartet, dass der Einsatz solcher Agenten in fünf Jahren normal sein wird, und jeder Fünfte rechnet damit, dass virtuelle Einkaufsberatung durch Avatare oder KI künftig Teil des regulären Einkaufserlebnisses wird.

Auch automatisierte stationäre Einkaufsszenarien stoßen zunehmend auf Interesse. Mehr als ein Drittel der Menschen kann sich Einkäufe ohne Kassiervorgang vorstellen, etwa über Systeme, die Waren automatisch zuordnen und abrechnen („Grab & Pay“). Diese Offenheit korreliert mit der allgemeinen Vertrautheit gegenüber digitalen und mobilen Zahlarten.

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