Otto setzt künftig auf generative KI statt klassische Modelfotografie. Mit dem neuen Tool „Virtual Content Creator“, entwickelt von der Konzerntochter one.O, will der größte deutsche Onlineshop seine Content-Produktion skalieren und gleichzeitig die Kosten deutlich senken.

Die Technologie ermöglicht es, fotorealistische Modelbilder innerhalb weniger Minuten zu erzeugen. Dafür reicht ein Produktfoto aus, auf dessen Grundlage die Software täuschend echte Szenen mit digitalen Models erzeugt. Die Bedienung erfolgt in drei Schritten: Kleidung hochladen, Model und Pose auswählen, Bild generieren. Die Ergebnisse wirken laut Otto so realistisch, dass sie sich kaum von echten Fotos unterscheiden lassen.
Die Effizienzgewinne sind beträchtlich. Laut Unternehmensangaben lassen sich täglich fünfmal so viele Inhalte produzieren wie bisher, und neue Kollektionen binnen Stunden online stellen. Gleichzeitig wird die Produktdarstellung vielfältiger: Der Virtual Content Creator kombiniert Kleidungsstücke in unterschiedlichsten Varianten und zeigt sie an Models verschiedener Altersgruppen, Körperformen und ethnischer Zugehörigkeiten.
Auch wirtschaftlich zeigt sich ein deutlicher Effekt. Die Produktionskosten sollen sich um bis zu 60 Prozent reduzieren lassen. In einem nächsten Schritt ist die Ausweitung auf Videoformate und Möbelbilder geplant, bei denen Produkte in verschiedenen digitalen Wohnumgebungen gezeigt werden können – ohne aufwendige reale Kulissen.















