Ecosia startet europäischen Suchindex

Die Suchmaschine Ecosia liefert in Frankreich erstmals Treffer aus einem eigenen, in Europa betriebenen Suchindex. Bis Jahresende sollen rund 30 Prozent der französischen Suchanfragen darüber laufen, weitere Länder folgen schrittweise.

Die Ankündigung knüpft an die 2024 gestartete European Search Perspective (EUSP) an, ein Gemeinschaftsprojekt von Ecosia und Qwant. Kern ist der Index Staan („Search Trusted API Access Network“). Er stellt aktuelle Webdaten bereit und setzt auf Datenschutz sowie Datensicherheit. Staan ist nicht nur für Ecosia gedacht. Die Schnittstelle steht auch alternativen Suchmaschinen und Anbietern von KI zur Verfügung, die schnellen Zugriff auf Webdaten brauchen.

Warum ein eigener Index

Ein Suchindex ist die Datenbasis, aus der Suchmaschinen ihre Ergebnisse ziehen. Bislang stammt ein Großteil der Treffer in Europa von wenigen großen Anbietern. Mit Staan will EUSP Abhängigkeiten verringern und mehr Vielfalt im Suchmarkt ermöglichen. Ein eigenständig betriebener Index schafft technische Unabhängigkeit, bietet Transparenz bei Gewichtungen und erleichtert die Umsetzung europäischer Regeln. EUSP ist im Unterschied zum Steward-owned-Modell von Ecosia für externe Investoren offen. So soll der Betrieb langfristig skalieren, während der Index auch Dritten als Grundlage für Anwendungen – bis hin zu generativer KI – dienen kann.

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