Mehr Sichtbarkeit, aber weniger Umsatz: Kleinunternehmen kämpfen mit Social Media

Laut der neuen GoDaddy-Studie „GoDaddy Global Entrepreneurship Survey 2025“ investieren Kleinunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz stark in soziale Netzwerke – doch der geschäftliche Erfolg bleibt oft aus. Die Umwandlung von Followern in zahlende Kunden gelingt bislang nur wenigen.

(Bild: GoDaddy / Sarah Small)

Immer mehr Kleinunternehmen im DACH-Raum setzen auf digitale Vertriebswege. 17 Prozent betreiben ihr Geschäft primär über die eigene Website, weitere 18 Prozent nutzen hauptsächlich Social Media. Auch beim Vertrieb zeigt sich der Wandel: Während stationäre Läden noch dominieren, verkaufen inzwischen rund ein Viertel der Befragten über Online-Shops oder Marktplätze, 17 Prozent direkt über soziale Netzwerke.

Trotz dieser digitalen Aufstellung bleibt die Bilanz gemischt. Zwar sagen 60 Prozent der Unternehmer, dass Social Media für ihre Verkaufsstrategie wichtig sei, doch die konkrete Umsetzung bereitet vielen Probleme: Ein Drittel hat zu wenig Zeit für regelmäßige Beiträge, ein weiteres Drittel ringt mit kreativen Ideen. Am gravierendsten: 50 Prozent schaffen es nicht, aus Followern zahlende Kunden zu machen, und 45 Prozent erreichen ihre Zielgruppe nicht effektiv.

Anzeige

Hinzu kommt: Obwohl viele Unternehmer soziale Medien zur Weiterbildung nutzen – etwa 55 Prozent suchen dort gezielt nach Tipps –, bleiben traditionelle Kanäle wie Bücher oder Blogs weiter verbreitet als moderne KI-Tools. Nur 27 Prozent setzen auf Lösungen wie ChatGPT.

Ein wachsender Teil der Befragten sieht dennoch Potenzial in technologischer Unterstützung. Über die Hälfte wünscht sich bessere Möglichkeiten, ihre Zielgruppe zu erreichen. Auch einfache Werkzeuge zur Inhaltserstellung werden stark nachgefragt. Bei Unternehmern, die bereits mit KI arbeiten, steigt vor allem das Interesse an Tools, die automatisiert Werbetexte und Bildunterschriften liefern oder nachvollziehbar machen, welche Inhalte funktionieren.

Die Ergebnisse der Studie zeigen: Social Media allein reicht nicht. Viele Kleinunternehmen verfügen zwar über eine Online-Präsenz, ihnen fehlen aber Werkzeuge, um digitale Sichtbarkeit in Umsatz umzuwandeln. Die Nachfrage nach intelligenten, zeitsparenden Lösungen ist groß – nicht nur bei technikaffinen Nutzern, sondern auch bei jenen, die bislang noch wenig Berührungspunkte mit KI hatten.

STARTSEITE